Hund, Katze und andere (tierische) Mitbewohner

Haben Sie eigentlich Haustiere? Und ich meine jetzt nicht die gemeine Hausspinne, die fröhlich an der Wand hängt und diebisch ihre kleinen äh Vorderbeinchen aneinanderreibt oder Puck, die Stubenfliege, welche die nervtötende Angewohnheit hat, stimmungsvoll um einen herum zu fliegen.
Nein, ich meine so richtige Haustiere, wie z.B. ein Schaf, eine Kuh oder auch ein Pferd.
Falls es auch eine Nummer kleiner sein darf, erwähne ich gern auch noch Hunde, Katzen, Wellensittiche und weil Sie es sind, auch Hamster.
Ich gebe ja zu, dass ich bei der Frage ob Hund oder Katze ganz klar "Katze" antworte.
Es ist nicht so, dass ich bei Hunden schreiend das Weite suche und ich weiß auch, dass sie schon so ihre Vorzüge haben. So habe ich vorletztes Wochenende den weltbesten Fußballspieler in Form eines kleinen Mopses gesehen. So ein Ballgefühl! So eine Ausdauer!
Sa-gen-haft!
Allerdings fasse ich ungern einen Hund an, wenn ich mir danach nicht die Hände waschen kann. Das können Sie ruhig komisch finden, aber bei Katzen verspüre ich diesen krampfhaften Drang nach einem Wasserhahn nicht so sehr. (Vielleicht liegt es an der unterschiedlichen Beschaffenheit des Fells oder auch an der unterschiedlichen Herangehensweise an die Fellpflege...)
Sie haben sicher schon erraten, dass ich in meinen vier Wänden einen Vertreter der Katzen beherberge.

Der liebste Kater der Welt... Nicht (Foto: privat)
Mein kleiner Maine-Coone-Kater liebt im Übrigen Wasserhähne über alles. Leider ist er zu doof (oder zu schlau, wer weiß das schon?), um aus einem Wassernapf zu trinken (wozu, wenn man auch alles so schön über den Boden verteilen kann?). Aber Wasserhähne versprechen den Himmel auf Erden! Laut Internet steht mein tierischer Mitbewohner mit dieser Vorliebe auch nicht alleine da. Und das Beste ist, mein Kater ist lernfähig! Es reicht ja nicht, darauf zu warten, dass irgendwer die Güte besitzt den Wasserhahn im Bad mal anzumachen. Oh Nein!!! Wenn man es lange genug probiert, schafft man es auch ganz allein in der Küche. Vorzugsweise dann, wenn die zweibeinigen Mitbewohner gerade in den Urlaub gefahren sind. Falls Sie jetzt gerade denken "Wie? Was?" - Ja, so habe ich auch reagiert, als meine Vermieterin mich mitten auf der wunderschönen Insel Rhodos angerufen und gefragt hat, ob wir einen Wasserrohrbruch bei uns in der Wohnung haben. "Ähm, nein?!?" Hatten wir auch nicht. Nur einen Kater, der es geschafft hat, den Wasserhahn in der Küche anzumachen und die ganze Gerätschaft so weit nach links zu drehen, dass das Wasser auch ja n-e-b-e-n dem Abfluss in die Küche läuft. Alles andere hätte ja auch nur halb so viel Spaß gebracht. Den Gesichtsausdruck (sagt man das so bei Tieren?) von meinem Katzentier hätte ich schon gern gesehen, so á la Zauberlehrling:

"...Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los...
"

 
Beweismittel B: Kater am Wasserhahn (Foto: privat)
Bevor er es allerdings geschafft hat, dass ganze Haus unter Wasser zu setzen (wir wohnen ganz
oben), nahte zum Glück Hilfe und diese stellte das Wasser rechtzeitig ab, bevor Schlimmeres passiert ist. Naja obwohl, ich wohne inzwischen auf blankem Estrich, weil das Laminat im Wohnzimmer und dem angrenzendem Flur raus musste und ein Lüfter sorgt jetzt für angenehme Hintergrundbeschallung. Letzteren werde ich hoffentlich bald wieder los und dann sollte auch das neue Laminat nicht lange auf sich warten lassen...
Sie merken, mit einem vierbeinigen Mitbewohner kann man was erleben! Ich erzähle Ihnen auch lieber nicht, dass mein Kater auch selbstständig Türen aufmachen kann und meinen Besuch öfter im Bad überrascht, wenn dieser nicht abschließt...


Und weil in einem Post über Katzen natürlich keine Katzenvideos fehlen dürfen, hier nochmal zwei von den berühmt berüchtigten Katzen Maru und Simon´s Katze:

Maru:



Simon´s Katze (möchte ich entleihen):





Und falls Sie gerade überlegen, ob Sie lieber einen Hund oder eine Katze in Ihr trautes Heim einziehen lassen wollen, nehmen Sie einfach beides. Mehr Tiere = mehr Spaß! Versprochen!

PS: Seit neuestem haben wir in der Küche übrigens einen neuen Wasserhahn. Sicher ist sicher!

KB

10.09. - Tag der deutschen Sprache

Nun sagen Sie bloß, dass Sie das nicht wussten! Ganz ehrlich, mir war dieses Datum auch nicht gegenwärtig, wenn nicht unsere Stadtbibliothek vom Verein Deutsche Sprache e.V. für ihren vorbildlichen Umgang mit selbiger ausgezeichnet werden würde. Den Tag der deutschen Sprache initiierte der Verein schon 2001  und seitdem findet er jährlich jeden zweiten Samstag im September statt.

Namhafte Mitglieder dieses Vereines sind zum Beispiel: Bastian Sick – HaPe Kerkeling – Nina Ruge – Prof. Dr. Dr. Reinhard Selten (Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften) – Dr. Dieter Wedel, um nur einige zu nennen.
Den Kulturpreis Deutsche Sprache, der vom Verein, zusammen mit der Eberhard-Schöck-Stiftung geschaffen wurde, erhielt neben Ulrich Tukur, Peter Härtling, Udo Lindenberg und Cornelia Funke, dieses Jahr auch Katharina Thalbach.
Jetzt sind wir alle schlauer und bestens informiert. Auch habe ich bisher kein einziges englisches Wort  oder, unkritisch eingesetztes, Fremdwort benötigt. Obwohl… initiiert… Das klingt aber auch irgendwie geschmeidiger, als ‚angeregt‘, ‚veranlasst‘ oder gar ‚angestoßen‘.
Und Anglizismen?
„Viele Deutsche haben das Bedürfnis, zur Benennung der Welt nicht ihre eigene Sprache zu benutzen“, bemerkt der Vorsitzende des Vereins Deutsche Sprache, Prof. Dr. Walter Krämer. "Die Londoner "Times" hat das einmal als "linguistic submissiveness" (sprachliche Unterwürfigkeit) bezeichnet."
So, das nenn' ich mal eine Ansage. Eine Sitzung ist aber auch, bloß weil es zum ‚Meeting‘ geht, nicht wirklich spannender.
 
Bild: S.Fischer Verlag

Die Gesellschaft für Deutsche Sprache sieht allerdings gar keine Bedrohung in den Anglizismen. „Sprachen beeinflussen sich schon immer, da gab es seit jeher einen regen Austausch“, sagt Sprachberater Lutz Kuntzsch. Er hält sie dort für sinnvoll, „wo sie berechtigt sind, etwas Neues ausdrücken und sich ins Deutsche einfügen“. „Gegen Wörter wie googeln oder mailen haben wir überhaupt nichts, weil es unökonomischer wäre, das mit deutschen Wörtern auszudrücken.“
Eine Liste mit etwa 8000 Anglizismen hat der Verein für Deutsche Sprache zusammengetragen, bei denen unterschieden wird, welche Wörter das Deutsche ergänzen, differenzieren oder verdrängen.

Inzwischen scheint es allerdings so, als wäre die zunehmende Verbreitung von Anglizismen einfach auch reine Pragmatik. Zumindest dürften praktische Gründe eine große Rolle dabei spielen, dass wir unsere E-Mails auf dem Smartphone checken und nicht unsere elektronische Post auf dem klugen Handtelefon überprüfen...  Wir sollten aber ab und zu daran denken, dass unsere Muttersprache auch elegant und effizient sein und ein overload englischer Begriffe den flow eines Textes beträchtlich stören kann, von der allgemeinen Verständlichkeit einmal ganz abgesehen.  J.S.




Lebensfreude

Hinter mir liegt ein recht ungewöhnliches Wochenende. Zu meiner eigenen Überraschung stimmte ich dem Vorschlag einer Freundin zu, ein Lebensfreude-Festival in Travemünde zu besuchen. Bisher kannte ich Esoterik, Yoga und Co. nur vom Hörensagen, aber das ließ sich ja ändern. Auf einem nahegelegenen Zeltplatz wurde gecampt und von dort ging es Samstag und Sonntag zum Gelände.
Der erste Eindruck war etwas ernüchternd. Neben einer festen Bühne mit überdachten Sitzplätzen, gab es zwei Reihen Stände mit Angeboten aus dem esoterischen und sportlichen Bereich, ein paar Foodtrucks sowie ein Kinderareal vom Zirkus. Es war kühl und der Himmel grau, genau wie die Haare vieler Besucher - hauptsächlich Urlauber im Rentenalter. Statt Festival- überwog der Messecharakter und von Lebensfreude spürte man nicht viel.

Kopfüber entspannt
Die Stimmung hellte sich glücklicherweise auf, als die "Mitmach-Aktionen" starteten. Wir nahmen an einer Meditation und diversen Yoga-Kursen teil z.B. Kopfstand- und Faszienyoga, erfuhren Wissenswertes über ätherische Öle und sahen bei einem schamanischen Erdheilungsritual zu. Jede Menge Spaß brachte das Jumping. Zu cooler Musik hüpften wir auf Minitrampolinen und folgten den Anweisungen der Trainerin (z.B. mit aller Kraft das Trampolin in den Boden stampfen). Das erfordete Koordination und Ausdauer, hinterließ dafür reichlich Glücksgefühle. Zugegeben, nicht jedes Produkt konnte mich so begeistern, aber immerhin brachte mich einiges zum Schmunzeln. Erhältlich waren u.a. Einhornessenzen, CDs mit Seelenklängen inspiriert von Einhörnern, spirituelle Malerei, Totenköpfe aus Heilsteinen (irgendwie paradox) sowie Bambustoilettenpapier. Neugierige konnten sich von Wahrsagerinnen aus der Hand lassen. Wir erfreuten allerdings lieber unsere hungrigen Bäuche mit vegetarischen Burgern, Frozen Yogurts und Crepes.


Sonnengruß auf dem Zeltplatz
Der zweite Morgen bescherte uns angenehme Sonnenstunden. Wir genossen sie bei einem Strandspaziergang, einer letzten Yoga-Runde und beim Picknick.
Für mich war dieser Ausflug eine kleine Auszeit vom Alltag. Ich konnte neue Erfahrungen sammeln und habe wieder gemerkt, wie wichtig und schön es ist, solche Erlebnisse mit Freunden zu teilen. Frische Luft, Sonne, Bewegung, leckeres gesundes Essen und etwas mehr Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst und anderen...einfache Dinge, die viel Postives im Leben bewirken können.

Im Nachhinein hätte ich gerne noch das ein oder andere ausprobiert. Doch es fehlte an Zeit und manchmal an Mut. Wie gut, dass es in der Stadtbibliothek so ein umfangreiches Angebot an Yoga-DVDs und Medien über achtsames Leben und Meditation gibt. Damit hole ich mir weitere Anregungen und vielleicht auch ein bisschen "Festival-Feeling" nach Hause. 

Lebensfreude in Rostock
S.Sch

Trick 17

Wer kennt sie nicht: Trick 17, Kniffe oder Omas Haushaltstipps... Eigentlich nichts Neues. Aber seit einiger Zeit geistern modernere Neuauflagen bzw. Optimierungen dieser Tipps und Tricks durch das Netz. Man sagt natürlich nicht mehr Trick 17 oder Kniff. Heute sagt man Lifehacks (englisch für Lebens-Kniffe). Das sind Hacks, die sich auf Unwägbarkeiten, Strategien oder Tätigkeiten des Lebens beziehen. Sie dienen dazu, ein Problem zu lösen, das Ziel auf eine ungewöhnliche Weise zu erreichen oder die Effektivität - mitunter sogar die Effizienz – zu erhöhen. Oft haben sie das Ziel, den Alltag zu erleichtern. (Wikipedia)

Die Varianten sind zahllos: es gibt Lifehacks für Büro, Schule, Haushalt, Kleiderschrank, Küche, Handy, Garten ...
 
 


KW


"Der Weg ist das Ziel."

 
... gehört zu meinen liebsten Redewendungen.

Ziele haben alle Menschen, ob kurz-, mittel- oder langfristig.
Da die Bewältigung der Wegstrecke mit gewissen Herausforderungen und Anstrengungen verbunden ist, sind die gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse das eigentlich Wertvolle am Erreichen eines Zieles.

So ist die noch nicht abgeschlossene Sanierung der 2. Etage in der Zentralbibliothek eine besondere Zeit für uns BibliotheksmitarbeiterInnen, da wir mit der Kinderbibliothek fast komplett vorübergehend umgezogen sind.

Foto: Stadtbibliothek Rostock







Foto: Stadtbibliothek Rostock

Von dem Wunsch, die Entleihung der Kindermedien auch während der Schließung des
2. Obergeschosses zu gewähren bis zur Bereitstellung an einem externen Ort, war es ein nicht immer ebenmäßiger und überschaubarer Weg. Viele  nicht vorhersehbare Stolpersteine galt es geschickt zu umgehen bzw. zu überwinden und eine gute Kondition war auch von Nöten.

Foto: Stadtbibliothek Rostock
 
Foto: Stadtbibliothek Rostock
Als wir das Zwischenziel, die Einrichtung der Kinderbibliothek im Rathaus (Eingang Ortsamt) erreicht hatten, waren wir alle (einschließlich unserer kleinen und großen Kunden) sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Das Gefühl, gemeinsam als Team, solch eine schwierige Aufgabe gemeistert zu haben, hat uns Kolleginnen und Kollegen beflügelt.
In unserem Ausweichquartier, indem sich alle wohl fühlen, gibt es viele gute und schöne Begegnungen. Wir möchten sie nicht missen.
Den Weg zurück (Umzug in die Kröpeliner Straße 82) in ca. 6 Wochen werden wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge antreten und uns freuen, wenn wir wieder in der komplett sanierten Stadtbibliothek die Kindermedien in der frisch renovierten Kinderbibliothek einräumen können. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass wir selbstverständlich auch wieder die Medien des Leseraumes und der Mediothek unseren Kunden zur Verfügung stellen.

A.K.