Sterbehilfe in Deutschland

Seit gestern verhandelt das Bundesverfassungsgericht Karlsruhe 2 Tage lang den erst am 3. Dezember 2015 verabschiedeten § 217 neu. Demnach kann die „geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung“ mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden. „Geschäftsmäßig“ ist Sterbehilfe dann, wenn sie auf Wiederholung angelegt ist (z.B. in Sterbehilfevereinen).
Es gibt verschiedene Formen der Sterbehilfe. 
In Deutschland ist die aktive Sterbehilfe, bei der der Tod eines Menschen durch eine andere Person herbeigeführt wird (z.B. durch die Gabe einer Überdosis von Narkose- oder Schmerzmitteln) verboten. 
Die passive Sterbehilfe (das Zulassen eines Sterbeprozesses durch Verzicht oder Abbrechen lebensverlängernder Maßnahmen) sowie die indirekte Sterbehilfe (das Verabreichen von schmerzlindernden Medikamenten, wobei als unvermeidbare Folge eine lebensverkürzende Wirkung des Mittels in Kauf genommen wird) sind legal, wenn eine Willensäußerung, eine Patientenverfügung oder die Einwilligung des Patienten vorliegt. 
Die Beihilfe zur Selbsttötung ist nicht strafbar, wenn der Betroffene das ihm zur Verfügung gestellte Mittel selbst einnimmt.
Jedoch darf nichts „auf Wiederholung“ angelegt sein, womit Ärzte (und besonders Palliativmediziner) schnell in Schwierigkeiten geraten können.

Auch viele unheilbar schwer erkrankte Patienten haben ihr Recht auf ein selbst bestimmtes Sterben beim BGH eingeklagt.

Ein Thema, dem man lieber aus dem Weg gehen möchte, das uns aber alle betrifft.
Wie wollen wir sterben? Wie sieht ein menschenwürdiges Leben/Sterben bei langer schwerer Krankheit aus? Wo bekomme ich welche Hilfe? Viele Fragen offen …


 
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Bild: dtv
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Hier finden Sie: 

Literatur zum Thema Sterbehilfe
Literatur zum Thema Sterben / Sterbebegleitung






BB

Nur die Harten kommen in den Garten - nach dem Pieks

Wenn man kein gebürtiger Rostocker ist, liegt es in der Natur der Person am Wochenende zum Pendler für die Familie zu werden. Und wenn man dann schon mal wieder in der „Heimat“ ist, werden oft alte Geschichten herausgekramt. Erst recht, wenn man sich lange nicht mehr hat blicken lassen. So auch Fotos. Peinliche Fotos. Fotos, die die Eltern eigentlich vor den eigenen Kindern verstecken sollten. So auch bei mir. Wir gingen am Kaffeetisch also Kinderfotos von mir durch und nach zahllosen zahnlosen Ich’s, Nackedei-Bildern, Klassenfotos, etc. fiel mir sofort eines davon auf und es kam unweigerlich zu einer Frage, die ich auch umgehend artikulierte: „Boah, war ich ein fettes Kind!“ Empört nahm mir meine Mutter das entsprechende Foto weg und warf selber einen Blick darauf und sagte: „Kind, da hattest du Mumps und deswegen war dein Hals so angeschwollen.“ Was folgte war ein Gespräch unter den Verwandten über das Thema „Impfung“. Nicht nur bei uns am Kaffeetisch war es Thema, auch im Land sorgt es gerade für Gesprächsstoff. Mir erscheint es sinnvoll, gerade bei diesem Thema, nicht mit Halbwissen zu bestehen, sondern sich richtig zu informieren. Egal ob für die Kinder, oder für den eigenen Schutz. In unserem Bestand finden Sie dazu bspw. folgende Literatur:

"Komplett überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe, in die die neuesten Forschungsergebnisse eingeflossen sind. Es ist ein Standardwerk des renommierten Münchener Kinderarztes Dr. Martin Hirte, welches nicht nur jungen Eltern, sondern auch Medizinern zu empfehlen ist. Auf Grundlage jahrelanger Erfahrung liefert Hirte in seinem Impfratgeber die wichtigsten Informationen zu den Impfungen, der moralischen Verpflichtung, der Situation der Impfärzte, der Pharmaindustrie, Zusammensetzung, Zulassung und Verabreichung von Impfstoffen u.v.m...." (Verlagstext) 
(Hier im Katalog)

(Verlag: Knaur)

"Ratgeber für alle, die sich kritisch und eigenverantwortlich mit dem Thema "Impfungen" auseinandersetzen wollen. Die einzelnen Krankheitsbilder mit ihren spezifischen Komplikationen und die passenden Impfungen mit ihren möglichen Nebenwirkungen werden einander gegenübergestellt." (Verlagstext) (Hier im Katalog)
(Verlag: Knaur)

mg

Die Reise unserer Gene

Eine Geschichte über uns und unsere Vorfahren

Woher kommen wir? Wer sind wir? Was unterscheidet uns von anderen? Diese Fragen stellen sich heute drängender denn je. Johannes Krause und Thomas Trappe spannen den Bogen zurück bis in die Urgeschichte und erzählen, wie wir zu den Europäern wurden, die wir sind.

Migration und Wanderungsbewegungen sind keine Phänomene der Neuzeit: Seit der Mensch den aufrechten Gang beherrschte, trieb es ihn aus seiner Heimat Afrika in die ganze Welt, auch nach Europa. Bis vor Kurzem lag diese Urgeschichte noch im Dunkeln, doch mit den neuen Methoden der Genetik hat sich das grundlegend geändert. Johannes Krause, einer der führenden Experten auf dem Gebiet, erzählt gemeinsam mit Thomas Trappe, was uns die Gene über unsere Herkunft verraten: Gibt es „Urvölker“? Wann verloren die frühen Europäer ihre dunkle Haut? Welche Rolle spielte die Balkanroute in den vergangenen 40 000 Jahren? Eine große Erzählung, die zeigt: Ohne die Einwanderer, die über Jahrtausende aus allen Richtungen nach Europa kamen und immer wieder Innovationen mitbrachten, wäre unser Kontinent gar nicht denkbar.


 
 
Die Reise unserer Gene

Genetik

Gentechnologie

Migration

Völkerwanderung

Ahnenforschung
 
 
 
 
 
 
 
KW

Zusammen ist man weniger allein...

Meine beiden Mitbewohner sind (relativ) klein, haben Fell und sind stubenrein. Letzteres halte ich in einer Wohngemeinschaft für außerordentlich wichtig. Egal ob Mensch oder Tier.
Allerdings muss ich sagen, dass besonders die Fellsache manchmal einen Haken hat. Im Frühjahr und im Herbst oder auch gern mal dazwischen. Ich frage mich dann immer, wie zum Teufel es biologisch möglich ist, plötzlich die dreifache Menge an Fell zu produzieren, ohne dass man sie überhaupt benötigt und überall wieder fallen lässt, wo man gerade geht und steht. Der letzte (quasi nicht vorhandene) Winter unterstreicht meine Theorie nur allzu deutlich.
Nun ist das mit Mitbewohnern immer so eine Sache. Wie Sie an meinem Beispiel von eben sehen können.
Im besten Fall hat man sich vorher geeinigt, ob und wo man zusammenlebt, vielleicht sogar einen Vertrag aufgesetzt und lebt friedlich bis ans Lebensende zusammen.
Aber gerade frisch geschlüpfte Babys fragen ja kaum groß nach, ob sie bei ihren Eltern einziehen dürfen, sondern setzen dies (meist schreiend) einfach voraus. Nächtliche Ruhestörung sozusagen inklusive. Und ja natürlich gleichen sie alles durch ihr bezauberndes Lächeln wieder aus und nein wie süß ist es, wenn sie Dinge zum allerersten Mal entdecken. Zum Beispiel Muttis Lieblingsvase aus der Ming-Dynasty...
Auch das Zusammenleben unter Gleichaltrigen kann mit unter schwierig sein:
Wer putzt das Bad? Wer kümmert sich um den Abwasch (bis heute halte ich die Geschirrspülmaschine für eine der genialsten Erfindungen der Menschheit)? Wer hat die Allmacht über die Fernbedienung? Dies sind nur drei der großen Fragen, die zwangsläufig irgendwann geklärt werden müssen...

Sicher ist eines: Das Zusammenleben mit Menschen und / oder Tieren hat so seine Vor- und Nachteile.
Viele Vorteile hat jedoch das Lesen über Wohngemeinschaften. Mit einigem Abstand kann man hier von den Irrungen und Wirrungen des modernen Zusammenlebens lesen und dabei eventuell seine eigenen Gewohnheiten reflektieren.

Bücher über Wohngemeinschaften finden Sie selbstverständlich in Ihrer Stadtbibliothek Rostock, wie zum Beispiel:

Bild: dtv
Allein kann ja jeder von Jutta Profijt:
Der erste Band der Trilogie, die sich um das Wohnen in einem Mehrgenerationenhaus dreht.
Ellen (46), Kim (13), Rosa (71), Konrad (72), Hans (56) und Mardi (14): Was haben diese Menschen miteinander zu tun? Sie wohnen alle unter einem Dach! Aus der Not heraus haben sie eine heruntergekommene Villa besetzt und versuchen nun, jeder auf seine Art, mit der Situation klarzukommen.




Bild: Aufbau Verlag
Frühstück mit Proust von Frédérique Deghelt:
Um ihre Großmutter vor dem Altersheim zu bewahren, beschließt die junge Jade, sie zu sich nach Paris zu holen. Eine besondere Frauen-WG, bei der sich Großmutter und Enkeltochter von einer ganz neuen Seite kennen lernen.








Bild: Ullstein

Die Känguru-Reihe von Marc-Uwe Kling:
Die wohl lustigste Wohngemeinschaft ever. Ein Känguru und ein Kleinkünstler. Da ist viel Schönes dabei...
Am besten vom Autoren vorlesen lassen.





Bild: Ullstein

Kaltduscher von Mathias Sachau:
Alles was man sich unter einer klassischen Männer-WG vorstellt, wird in diesem Buch vereint.








Bild: Diogenes


Moshi, Moshi von Banana Yoshimoto:
Die zwanzigjährige Yotchan steht vor dem Nichts, als ihr Vater, Leader einer Rockband, plötzlich zusammen mit einer wildfremden Frau Selbstmord begeht. Mit ihrer Mutter findet sie Zuflucht in einer ungewöhnlichen WG in Tokios Künstler- und Szeneviertel Shimokitazawa.
Eine Wohngemeinschaft vor einer exotischen Kulisse.



Bild: Bastei Lübbe

Rentner halten heute länger von Ellen Jacobi:
Um ihr marodes Anwesen auf Rügen vor dem Untergang zu bewahren, gibt Witwe Amelie ein Inserat für eine Wohngemeinschaft auf. Interessenten sind schnell gefunden. Nur leider hat jeder ein Geheimnis...
Schöner Rentnerhumor vor der malerischen Kulisse Rügens.





Bild: Fischer Verlag


Zusammen ist man weniger allein von Anna Gavalda:
Eine Wohngemeinschaft der besonderen Art: Eine magersüchtige junge Frau, ein Koch mit einer eigensinnigen Großmutter und ein verarmter Spross eines alten Adelsgeschlechts leben notgedrungen vorübergehend in einer 300 m² großen Wohnung zusammen.  Französischer Charme inklusive.





Falls Sie im Übrigen keine Lust mehr auf WG haben, können Sie sich auch gern ein Beispiel an folgendem Buch nehmen:


Bild: Random House
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson:
Allan Karlsson hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Bürgermeister und die lokale Presse auf das große Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: er verschwindet einfach – und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht auf dem Kopf.
Die Geschichte einer Flucht gewürzt mit liebenswerten Protagonisten und nebenbei die Lebensgeschichte einer außergewöhnlichen Person.



Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!

KB

Es lebe das Buch! - Leipziger Buchmesse 2019

Vom 21. bis 24. März 2019 lockt die Buchmesse wieder Scharen an Bücherliebhabern nach Leipzig. Autoren, Verlage und Buchhändler geben sich ein Stelldichein, um Literaturvermittlung und Leseförderung einen Raum - nein ganze Hallen zu geben. Das lässt das Bibliothekarinnenherz höher schlagen und erst recht  das vielfältige Programm und die zahlreichen Angebote. Hut ab vor den Organisatoren!!!
Hier können Sie sich selbst ein Bild machen.
In diesem Jahr ist Tschechien das Gastland der Leipziger Buchmesse. 55 tschechische Autoren und 70 Neuerscheinungen  sind am Start, was für mich als Lektor für Belletristik eine Menge Sichtungsarbeit bedeutet. Eine kleine Auswahl an tschechischen Romanen haben wir bereits im Bestand, diese finden Sie hier.

Überschaubarer sind da schon die Nominierungen für den Leipziger Buchpreis 2019 im Bereich Belletristik. 5 Autoren mit ihren Romanen stehen zur Auswahl. Darunter auch ein tschechischer Autor - Jaroslav Rudiš, der es damit schon mal in den Bestand der Zentralbibliothek geschafft hat. Alle anderen Nominierten natürlich auchAm 21. März 2019 wird der Gewinner auf der Leipziger Buchmesse bekannt gegeben. Ausführliche Informationen zu den Nominierungen finden Sie hier
Ich wünsche viel Freude beim Stöbern, Entdecken und Lesen. C.G.

Nachtrag: Die Schriftstellerin Anke Stelling hat den renommierten Preis der Leipziger Buchmesse erhalten. Die Jury zeichnete sie am Donnerstag in der Kategorie Belletristik für ihren Roman "Schäfchen im Trockenen" aus. Weitere Preisträger sind Harald Jähner für das Werk "Wolfszeit". "Deutschland und die Deutschen 1945–1955" in der Sparte Sachbuch/Essayistik sowie Eva Ruth Wemme für die Übertragung des Werks "Verlorener Morgen" von Gabriela Adameșteanu aus dem Rumänischen in der Sparte Übersetzung. (Quelle: Zeit Online)

               Kenah Cusanit: "Babel" Hanser Verlag
   
Matthias Nawrat: "Der traurige Gast" (Rowohlt Verlag)

Jaroslav Rudiš: "Winterbergs letzte Reise" (Luchterhand)

Anke Stelling:"Schäfchen im Trockenen" (Verbrecher Verlag) 
Gewinnerin des Leipziger Buchmesse Preis 2019



Feridun Zaimoglu: "Die Geschichte der Frau" Kiepenheuer & Witsch