Ein Bündel Glück

Wir bekommen bald Familienzuwachs und sind schon jetzt alle ganz aufgeregt. Doch neben all der Vorfreude bedarf es natürlich auch einiger Vorbereitung. Schließlich soll die Kleine es auch schön bei uns haben. Die Rede ist übrigens nicht von einem Baby... sondern von einem Hund. 
Ich hatte als Kind nie ein Haustier und freue mich daher nun ganz besonders. Wobei Emma, so soll sie heißen, gar nicht bei mir wohnen wird, sondern im Haus meiner Eltern. Das Grundstück dort bietet genug Platz für einen Welpen, um sich ordentlich auszutoben. Einerseits ist es sehr schade, dass ich sie dadurch nicht jeden Tag sehen kann, andererseits komme ich so zu dem Glück eines felligen Familienmitglieds, ohne dauerhaft die Verantwortung für sie tragen zu müssen. Denn neben all der Freude die ein Hund bringt, kommen mit ihm auch immer Pflichten und Einschränkungen daher: bei Wind und Wetter Gassi gehen, Tierarztbesuche, Erziehung, füttern, waschen, die Liste ist lang.Wer sich jedoch darauf  einlässt, bekommt im Gegenzug auch jede Menge zurück. Die Liebe und Wärme, die so ein Hund ins Leben eines Menschen tragen kann, ist schon erstaunlich.
Sollten Sie also gerade mit dem Gedanken spielen, sich einen Hund oder auch ein anderes Haustier zuzulegen, dann schauen Sie doch mal bei uns vorbei. Unsere Auswahl an Ratgebern zu Haustieren ist groß (Hunde, Katzen, Nagetiere, Vögel...), da finden sie bestimmt etwas!

Wie wäre es z.B. mit diesen hier:

Widerstand gegen die Aufmerksamkeitsindustrie

Gestern erzählte mir ein Freund, dass er noch vor Kurzem bis zu 13 Mal täglich seine Fußball-App checkte und sich so auch die neuen Frisuren von Ronaldo angeschaut hat, obwohl ihn das nun gar nicht interessierte. Wir sprachen über das Gefühl, mehr und mehr die Autonomie über die eigene Aufmerksamkeit zu verlieren. Ich dachte sofort an 2 Bücher, welche ich letzte Woche für die Bibliothek eingearbeitet hatte und die ich ihm und den Blog-Lesern, die an einer digitalen Entrümpelung interessiert sind, empfehlen möchte.

1.    Cal Newport: Digitaler Minimalismus
Bild: Redline Verlag
Cal Newport ist Informatik-Professor an der Georgetown University. Er ist der Meinung, dass man mit Minimallösungen nicht weit kommt, wenn man seinen Umgang mit den neuen Technologien ändern möchte. Zu groß ist ihr Einfluss auf unser tägliches Leben. Im ersten Teil des Buches legt er zunächst die Grundlagen dafür, ein digitaler Minimalist zu werden. Im zweiten Teil folgen konkrete Übungen für einen erfüllteren Alltag:
          • Verbringen Sie Zeit allein
          • Klicken Sie nicht auf „Gefällt mir“
          • Die Rückeroberung der Muße
          • Widerstand gegen die Aufmerksamkeitsindustrie
In diesem Buch geht es nicht um eine Verdammung der Medien, sondern um sorgfältig ausgewählte Online-Aktivitäten nach einem radikalen Verzicht für 30 Tage.

2.    Maren Urner: Schluss mit dem täglichen Weltuntergang
Bild: Verlagsgruppe Droemer Knaur
Die Neurowissenschaftlerin Maren Urner hat am University College in London daran geforscht, wie das menschliche Gehirn die tägliche Informationsflut, die reißerischen Überschriften und all die Skandale und Missstände, über die berichtet wird, verarbeitet. Negative Nachrichten fördern negative Gedanken, so die Autorin. Dies führt zu Gefühlen von totalem Ausgeliefertsein und zu dauerhaftem Stress, weil unser Steinzeithirn sofort auf eine vermeintliche Gefahrensituation reagiert. 
Auch sie plädiert für einen kritischen und wachsamen Umgang mit Medien und Informationen. Dafür präsentiert sie einen umfangreichen Werkzeugkasten.

Alle wollen unsere Aufmerksamkeit. Sich auf etwas zu konzentrieren oder auch einfach nicht (mehr) zu tun ist ein befreiender Akt der Selbstbestimmung.


Cal Newport im Katalog
Maren Urner im Katalog

BB

Filmverführung


Der Sommer neigt sich langsam seinem Ende zu. Nicht mehr lange und die Schokoweihnachtsmänner halten wieder Einzug in die Supermarktregale…

Apropos Weihnachten:
Gehören Sie, wie ich auch, zu den Millionen Menschen in Deutschland, die jedes Jahr zur Weihnachtszeit „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann schauen? Ein heiterer und vergnüglicher Film!
Was befremdlich wirkt, wenn man bedenkt, dass der Film im Januar 1944 Premiere feierte.
Goebbels hatte den Totalen Krieg ausgerufen, alliierte Bomberangriffe auf deutsche Städte gehörten zur Tagesordnung. An der Ostfront hatten die Sowjets endgültig die Initiative übernommen und nach der Landung der Amerikaner und Briten in Italien bereitete sich die Wehrmacht auf eine Invasion Frankreichs vor.
In dieser Zeit fungierte das deutsche Kino als Realitätsflucht. Es bot eine künstliche, heile Welt mit fortwährender Heiterkeit und nur gelegentlicher Melancholie. Dies verdeutlicht der Filmjournalist Rüdiger Suchsland ausgezeichnet in seiner Dokumentation „Hitlers Hollywood“.
Von den über 1000 Filmen, die im Dritten Reich entstanden, waren 50% Komödien und Musikfilme. Die andere Hälfte setzte sich aus Melodramen, Abenteuer-, Historien- und Detektivfilmen zusammen. Explizite Propagandafilme, wie „Jud Süß“ von Veit Harlan oder „Triumph des Willens“ von Leni Riefenstahl, machten nur einen kleinen Bruchteil aus.

Unterrichtsbegleitendes Schulmaterial auf www.hitlershollywood.de

Was jedoch nicht heißt, dass die anderen Produktionen frei von Propaganda gewesen wären.
Jospeh Goebbels, Reichspropagandaminister, erklärte einst, dass in dem Augenblick, indem die Propaganda dem Zuschauer bewusst würde, sie unwirksam wäre. Unterschwellig sollte sie vermittelt werden.
Im Falle von „Die Feuerzangenbowle“ kommt sie in der Gestalt des Lehrers Dr. Brett daher. Mit seinem schneidigen Auftreten, sein Anzug wirkt dabei fast wie eine Uniform, hebt er sich eindeutig von den alten, kauzigen Paukern ab. Gegen Ende des Films wird er nach seiner Lehrmethode gefragt, woraufhin er antwortet: „Junge Bäume, die wachsen wollen, muss man anbinden, dass sie schön grade wachsen, nicht nach allen Seiten ausschlagen. Und genauso ist es mit den jungen Menschen. Disziplin muss das Band sein, dass sie bindet, zu schönem graden Wachstum.“
 
Dr. Brett: „Ich habe die Klasse vor die Wahl gestellt: Krieg oder Frieden.
Sie haben sich für Frieden entschieden.“
 Filmszene „Die Feuerzangenbowle“

Besonders simpel lässt sich Propaganda mit Hilfe von historischen Filmen vermitteln.
So verkündet Otto Gebühr in seiner Paraderolle als Friedrich der Große im 1942 erschienen Monumentalfilm „Der große König“: „Deutschland ist in einer furchtbaren Krise. Wir leben in einer Epoche, die alles entscheiden und das Gesicht von Europa verändern wird.“
Natürlich ist damit nicht nur der Siebenjährige Krieg gemeint, von dem der Film handelt.
Durch Historienfilme kann man eine Welt zeigen, die sich fernab der Gegenwart befindet aber dieser eben nicht unähnlich ist. Unliebsame Fakten lassen sich dabei schnell abändern oder fallen gänzlich unter den Tisch. Die mit Preußen verbündeten Briten finden während der ganzen Handlung somit keinerlei Erwähnung.

Quelle: buchhandel.de
Möchte ich entleihen
Wenn dies die Filme waren, die die Massen sahen, stellt sich die Frage, welche Filme den Verführenden vorgeführt wurden.
Die Antwort bietet Peter Demetz in seinem jüngst erschienenen Buch „Diktatoren im Kino. Wer hätte gedacht, dass Hitler die moderne Kunstform anfangs als grässliches Machwerk verteufelte und sich sogar lange Zeit strikt dagegen verwehrte Tonfilmaufnahmen seiner Reden zuzulassen? Erst in den 30er Jahren begann er damit bis Kriegsbeginn fast täglich einen oder mehrere Filme zu schauen. Hierbei wurden jedoch nicht nur deutsche Produktionen gezeigt. Hitler galt als Fan von Mickey Mouse und Laurel und Hardy. Goebbels hingegen mauserte sich zum Liebhaber von „Von Winde verwehrt“, welchen er gerne privaten Gästen aber auch Filmschaffenden zur Inspiration vorführte, bis er Ende 1942 vom Führer persönlich zurechtgewiesen wurde, dass es nicht schicklich sei, dass man feindliche Filme zu Lehrzwecken zeige.






Quelle: buchhandel.de
Möchte ich entleihen
Dabei waren die Nazis und die Traumfabrik Hollywood wohl noch auf ganz andere Weise miteinander verbunden. In „Der Pakt – Hollywoods Geschäfte mit Hitler“ legt der US-Historiker Ben Urwand dar, dass sich die amerikanischen Filmstudios in den 30er Jahren mit dem NS-Regime arrangierten, um keine Einbußen im wichtigen, deutschen Absatzmarkt hinzunehmen. Es kam zu Zensuren und Entlassungen. Antideutsche oder regimekritische Filme waren tabu, von einer Thematisierung der Judenverfolgung ganz zu schweigen. Das Buch sorgte in den USA für einen Aufschrei und kontroverse Diskussionen, zeigt aber eine Geschäftspraxis auf, die auch heute noch aktuell ist. Oder haben sie schon mal eine Hollywood-Produktion über den chinesischen Diktator Mao oder den blutig niedergeschlagenen Aufstand von 1989 gesehen? Potenzielle 1,4 Mrd. Konsumenten möchte man eben nicht verlieren.





Wir lassen uns vom Kino gerne in eine andere Welt entführen. Aber wir müssen darauf achten, nicht an der Nase herumgeführt zu werden.

                                                                                                                             SeSa

Geschichten in neuen Gewändern

Die Bibliothek ist eine Ansammlung von Geschichten aller Art.
Manchmal schaffen es diese Geschichten, sich ein neues Kleid überzuwerfen und in einem nigelnagelneuem Gewand wieder aufzutauchen. Das klappt sowohl vom Buch zum Film oder vom Buch zum Comic oder (in ganz seltenen Fällen) auch vom Film zurück zum Buch.

Vor kurzem landete ein Comic-Buch auf meinem Schreibtisch, welches unter anderem damit beworben wurde, dass sich ein großer Streaming-Anbieter bereits die Filmrechte gesichert hat:

The magic order von Mark Millar

Bild: Panini

Hinter der Wirklichkeit liegt eine Welt der Magie, der Wunder und der Monster. Seit tausend Jahren beschützt ein magischer Orden um die Familie Moonstone die Menschheit im Verborgenen vor Albträumen, von denen die meisten gar nichts wissen. Doch unter den Magiern tobt ein hasserfüllter Konflikt, der endgültig eskaliert, als die ruchlose Madame Albany einen unaufhaltsamen Zaubererkiller entfesselt. Dabei haben die Moonstones schon genug Probleme mit einer Tochter, die sich von allem außer dem Alkohol befreien kann, und einem hochbegabten Sohn, der jedoch dem Zauberstab abgeschworen hat … (Verlagstext)







Sowohl der Klappentext, als auch der Zusatz mit den Filmrechten, machten mich neugierig und die Geschichte selbst, strotzt nur so vor kreativen Einfällen und einer coolen Wendung am Ende. Wenn die Serie auch nur halb so gut wird, wie die Vorlage, darf man wirklich gespannt sein.


Die dystopische und gleichzeitig sehr gruselige Serie "The Handmaids Tale" nahm das Buch von Margaret Atwood als Vorlage:

Der Report der Magd von Margaret Atwood
Bild: Buchkatalog

Bild: Piper
Die provozierende Vision eines totalitären Staats, in dem Frauen keine Rechte haben: Die Magd Desfred besitzt etwas, was ihr alle Machthaber, Wächter und Spione nicht nehmen können, nämlich ihre Hoffnung auf ein Entkommen, auf Liebe, auf Leben ... (Verlagstext)







Ein wenig sprachlos ließ mich die Serie schon zurück, gerade in Zeiten, wo der Feminismus ein Revival feiert und sich Frauen mehr und mehr ihre rechtmäßigen Plätze erkämpfen.



Ein Hauch von Feminismus ist bereits in dem bereits 1847 erschienen Roman von Emily Brontë zu spüren:

Jane Eyre von Emily Brontë

Bild: Buchhandel
Bild: Buchkatalog
Nach einer Kindheit im Waisenhaus tritt Jane Eyre eine Stelle als Gouvernante auf dem entlegenen Landsitz Thornfield Hall an – und verliebt sich unsterblich in den Hausherrn, den düsteren und verschlossenen Edward Rochester. Er erwidert ihre Gefühle, doch er ist verheiratet, und Jane weigert sich, ein Leben als Mätresse zu führen... (Verlagstext)








Ein Stoff, den man sich auf vielerlei Arten nähern kann.

In ihrer Graphic Novel holt Aline Brosh McKenna die Geschichte um Jane Eyre ins 21. Jahrhundert und in den "Big Apple":

Bild: Buchkatalog

EIN KLASSIKER IN NEUEM GEWAND
Jane hat immer davon geträumt, nach New York zu gehen, um hier ein aufregendes Leben als Künstlerin zu führen. Ihre holprigen Anfänge in der Stadt finanziert sie sich damit, dass sie als Babysitterin für Adele arbeitet, die einsame Tochter des ebenso reichen wie mysteriösen und gut aussehenden Geschäftsmanns Rochester. Seine dunkle Anziehungskraft und Janes Sympathie für Adele sorgen dafür, dass Jane in eine Welt voller Geheimnisse, Liebe, Intrigen und Gefahren gezogen wird, die über alles hinausgeht, was sie sich erträumt hat...
(Verlagstext)





Zahlreiche weitere Beispiele für Adaptionen in andere Medien finden Sie in Ihrer Stadtbibliothek Rostock. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Entdecken!

KB

Zeit für eine Pause?

Bildquelle: Campus Verlag
Möchte ich entleihen!
Woher bekommen Sie eigentlich die Energie und Konzentration für Ihre täglichen Aufgaben und Herausforderungen im Job? Mir fehlt manchmal morgens schon der Elan, mein gemütliches Bett zu verlassen. Tagsüber schwanke ich dann zwischen Stress (Termine einhalten), Trägheit (das berühmte Mittagstief) und dem Gefühl etwas Wichtiges vergessen zu haben (Eselsbrücken bauen, hilft auch nicht immer). So stelle ich mir den idealen Arbeitstag nicht vor. Doch was kann man verbessern?

Hilfe verspricht das Buch Pausenkicks von drei jungen Damen aus Hamburg. Ihre Mission ist es, uns mit einfachen aber effektiven Methoden fit und frisch für den Job zu machen. Dabei haben sie sich auf Training für Körper, Gedächtnis und Stimme spezialisiert, dass sich optimal in den Alltag integrieren lässt.


Bildquelle: privat
Man erfährt zum Beispiel, wie man durch Palmieren schnelle Entspannung für den Kopf herbeiführen kann. Also wundern Sie sich nicht, wenn ein Kollege sich minutenlang die Augen zuhält oder das Gesicht in die Armbeuge auf den Tisch legt. Auch das "Suppenkoma" nach dem Mittagessen kann man überwinden oder das "Ähm" in Vorträgen und Gesprächen loswerden.

Probieren Sie gerne selbst die leicht umsetzbaren Übungen aus. Im besten Fall werden Sie kreativer, vitaler, lernen Stresssituationen gut zu meistern und steigern die eigene Leistungsfähigkeit.

Schöne Pause!                                                                                    S.Sch

Weitere Titel zu dem Thema:

Gesunder Büroalltag                               Stressabbau im Arbeitsalltag

Gedächtnistraining                                  Achtsamkeit im Arbeitsleben

So bleibt Ihr Gedächtnis fit!                     Entspannung durch Yoga