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| Cover: S. Fischer |
Marie-Janine Calic mit „Balkan-Odyssee: 1933–1941: auf der Flucht vor Hitler durch
Südosteuropa“in der Kategorie Sachbuch/Essayistik
| Cover: C.H.Beck |
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| Cover: Droschl |
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| Cover: S. Fischer |
Marie-Janine Calic mit „Balkan-Odyssee: 1933–1941: auf der Flucht vor Hitler durch
Südosteuropa“in der Kategorie Sachbuch/Essayistik
| Cover: C.H.Beck |
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| Cover: Droschl |
Am 04.03.2026 fand wieder das beliebte Lesecafé in unserer Stadtteilbibliothek in Groß Klein statt.
Arenz, Ewald: Katzentage
Wann haben Sie das letzte Mal ein Buch gelesen, was kein Kinderbuch war und das trotzdem nicht nur mit Worten, sondern auch durch zauberhaft zarte Bilder erzählte?
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| Bild: DuMont |
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| Bild: Goldmann |
Hardinghaus, Christian: Die Buchhändlerin von Königsberg
Friedas Traum ist es, Bibliothekarin oder Buchhändlerin zu werden. Doch nach dem Willen ihres Vaters soll sie im familieneigenen Gemischtwarenladen arbeiten, um den später zu übernehmen. Allerdings kommt ihr der Verleger Konopke, Eigentümer der (damals) größten Buchhandlung Deutschlands, dem Haus der Bücher, zu Hilfe, um ihren Traum zu verwirklichen. 
Bild: Piper
Wenig später werden zahlreiche Autorinnen und Autoren von den Nazis verboten, darunter, wie man weiß auch Erich Kästner und Erich Maria Remarque sowie Hunderte andere.
„Namen wie Franz Kafka und Stefan Zweig sind Synonyme für literarische Perversion. Ihre Werke sind durch und durch jüdisch und stellen eine Gefahr für die deutsche Seele dar. Wir müssen uns ganz entschieden gegen solche Autoren und ihre Ideen wehren.“
Dieses Zitat aus der geifernden Rede des Zensors Ernst Müller, den Frieda in Leipzig bei der Bücherverbrennung erlebt, lässt in ihr Widerstand keimen. Damit ist sie auf Wellenlänge mit ihrem Chef Konopke, der sie in das Geheimnis der Buchhandlung einweiht. Jeder, der nach dem Roman Die Fliegenfischer von der Memel fragt, erhält in Konopkes Büro ein besonderes Buchpaket. In ihrem 1. Urlaub verliebt sie sich. Als Hans 1944 wieder an die Front muss, flüchtet Frieda in Sorge um ihn, in eine Art Scheinwelt.
1945 ist Frida dann als Krankenschwester tätig. Ihre Freundin aus Kindertagen Lotti ist nun Ärztin und gemeinsam versorgen sie die vor allem an Typhus Erkrankten sowie die zahlreichen Waisenkinder. Lotti ist besorgt um Frieda, die freudestrahlend vom regelmäßigen Briefverkehr mit ihrem Verlobten Hans erzählt, obwohl es seit Monaten keine Post mehr von oder nach Königsberg gibt. Ist Frieda nun zur Gänze in ihre Fantasiewelt abgeglitten? Der Autor und Historiker Christian Hardinghaus hat die Fakten penibel recherchiert. Wie wir es von ihm gewöhnt sind, verpackt er die geschichtlichen Details authentisch in eine fesselnde fiktionale Handlung, die sich in Teilen so ähnlich zugetragen haben könnte. Sehr einfühlsam ist auch der Schutzmechanismus, den sich die fiktive Frieda, stellvertretend für alle traumatisierten Frauen, zugelegt hat, beschrieben. Heute würde man ihr eine PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) attestieren.
Sußebach, Henning: Anna oder: Was von einem Leben bleibt
Anna ist die Urgroßmutter des Autors. Einige Fotos, Poesiealben, Postkarten, ein Kaffeeservice, ein Verlobungsring: Viel mehr stand Henning Sußebach nicht zur Verfügung, als er sich auf die Spuren seiner Urgroßmutter Anna begab. Nach einem Jahr der Suche verfestigte sich das Bild: Da hat eine scheinbar gewöhnliche Frau ein außergewöhnliches Leben geführt, gegen allerlei Widerstände. Anna nahm sich, was sie vom Leben wollte: Männer, Arbeit, Freiheit! Diesem Willen hat der Autor seine Existenz zu verdanken. Mit diesem Buch rettet er eine schon fast gänzlich verblasste Erinnerung. Es ist eine zauberhafte Annäherung an die Vorfahren, ohne deren Entscheidungen und Mut es uns nicht gäbe. Und es ermuntert, nach den Annas zu suchen, die es in jeder Familiengeschichte gibt. 
Bild: C. H. Beck
Mit Poesiealben, Kirchenbüchern, Wetterdienstdaten und Fotos setzt er Annas Lebensgeschichte zusammen. Bei Familienfesten wurde über diese Urgroßmutter geredet. Das ist alles lange her und trotzdem nicht gänzlich vergessen. Mündliche Überlieferung ist natürlich eine Schiene der Recherche, alles andere wurde dann schwieriger.
Diese Lebensgeschichte der jungen Westfälin, die durch die plötzliche Not im Elternhaus zu Missionsschwestern in die Niederlande geschickt wird, Lehrerin wird, das „Lehrerinnenzölibat" aber irgendwann bricht, um gesellschaftlichen und familiären Widerständen zum Trotz einen wohlhabenden Gastwirtschafts- und Postfamiliensohn heiratet. Nach dessen frühem Tod leitet sie das Geschäft als alleinerziehende Mutter allein, heiratet einen knapp 20 Jahre jüngeren Mann und stirbt schließlich einen Krebstod. Es ist nicht nur die Lebensgeschichte dieser toughen Frau, die einen einnimmt: Die Mischung aus Mitgefühl und „analytischer Schärfe", Rekonstruktion und Fiktion und dazu Sußebachs Vermögen, Zeitgeschichte anschaulich einzubinden, lassen einen eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen.
Wolf, Klaus-Peter: Ostfriesenerbe
Klaus-Peter Wolf – DER Autor der Ostfriesen-Reihe, die soooo beliebt ist – nun geht sie in die 20. Runde Wahnsinn und immer noch so gut wie beim ersten Band. Ann Kathrin Klaasen ermittelt mal wieder – in einem Fall, in dem Radio Nordseewelle über den Fund von zwei toten Frauen berichtet. Vor zwei Museen werden die Frauen abgelegt gefunden. Könnte der Mörder wieder zuschlagen??? Vor dem Teemuseum wurde die Leiche von Helga Bornemann gefunden und Ann Kathrin weiß, dass dieser Fall sie fordern wird. Die andere Leiche ist Roberta Nagold, die ein Vermögen geerbt hatte. Auch Helga war vermögend. Warum das so ist, das verrate ich natürlich nicht, nur so viel, es wird wieder lebendig spannend und entführt in den hohen Norden. Eines sei gesagt, es wird für Ann Kathrin Klaasen gefährlich … 
Bild: Sauerländer Fischer
Natürlich ist das Buch auch wieder absolut spannend. Wo nimmt der Autor nur immer wieder seine tollen Ideen her? Prima gemacht, echt cool geschrieben, spannungsgeladen, lebendig und bis zur letzten Seite weiß man nicht, wie es ausgeht.
Sehr viel Ostfriesland ist außerdem in die Story eingebunden und man liest sich in die Geschichte ein von der ersten bis zur letzten Seite. Hervorragend gemacht, für Wolf-Krimi-Fans ein Muss!!!
Die Helga Bornemann wurde auch Miss Moneypenny genannt, da denkt man gleich an James Bond, 007, so nannte man seine Sekretärin. Gleich zu Beginn des Buches erscheint sie am freien Tag von Ann Kathrin und übergibt ihr Zugänge in die geheimsten Verknüpfungen diverser Datenauskünfte, die man auch zur Lösung komplizierter Fälle oder auch im negativen zum Fertigmachen wichtiger Leute benutzen kann, wem sonst als Ann Kathrin kann man sowas geben? Sie ist loyal. Ann ist verstört berichtet es nur Weller, ihrem Ehemann und Kollegen und sagt ihm auch, sie habe den Zugangscode gleich geändert, vorsichtshalber, ging einfach wie man ein Passwort ändert. Und sie hat es an sich ausprobiert (Lesestelle S. 25) sie ist fasziniert und erschrocken gewesen.
Deshalb ist ihr sofort klar als die Leiche von Miss Moneypenny gefunden wird, das hier wird nun gefährlich, gefährlicher als sie es gewohnt war als Oberkommissarin…
Franke, Christine & Kuhnert, Cornelia:
Der Fall Hartnagel (Frisch ermittelt)
Dieser Roman aus der „Heißmangel-Reihe“ zeigt ein Abbild des Lebens in der BRD der Fünfziger Jahre.
Bild: rororo
An einem Spätsommertag liegt der angesehene Arzt Dr. Rudolf Hartnagel tot im Park seines Kindererholungsheims. Durch die blau gefärbte Zunge wird rasch eine Zyankali-Vergiftung diagnostiziert.
Die Polizei geht von Suizid aus und will den Fall zu den Akten legen. Doch Heißmangel-Betreiberin Martha Frisch gibt sich nicht zufrieden und geht der Sache nach. Gemeinsam mit Karl, dem Volontär der Leeraner Zeitung, kommt sie den verborgenen Seiten in Hartnagels Leben auf die Spur, die von Homosexualität in biederen Zeiten bis hin zu NS-Euthanasievorwürfen reichen. Eins ist klar, umgebracht hat Hartnagel sich nicht. Und jemand ist mit seinem Racheplan längst noch nicht fertig...
Haran, Elisabeth: Outbackträume – Australien-Roman
In diesem Roman geht es um den Traum vom Leben auf dem Roten Kontinent. 
Bild: Lübbe
Die junge Rosa verlässt 1946 mit 20 Jahren ihre Heimat in Italien um in Australien einen Farmer zu heiraten. Den Farmer hat sie über eine Annonce und einen dann folgenden längeren Briefwechsel kennen gelernt. Er gibt an 30 Jahre alt zu sein, aber hat nie, im Gegensatz zu Rosa ein Foto von sich mitgeschickt.
Nach einer langen Seereise in Darwin angekommen steht ein Mann vor ihr der älter ist als ihr eigener Vater. Doch als sie in Daly Waters ankommt, muss sie feststellen, dass es nicht ihr künftiger Ehemann war, mit dem sie all die Monate einen bezaubernden Briefwechsel geführt hat. Sie schafft es der Hochzeit zu entgehen und findet ein neues Leben und ein richtiges Glück mit einem Mann den sie liebt und der tatsächlich 30 Jahre alt ist.
Sie heiratet diesen Mann und sie bekommen eine Tochter. Um der Tochter Ella eine gute Ausbildung zukommen zu lassen schicken sie Ella in ein Internat in Darwin.
1967 kehrt Ella zurück nach Daly Waters um sich um ihre Mutter zu kümmern, die durch das Klima öfter erkrankt. Dafür hat sie ihre Arbeit in einem Zoo in Darwin aufgegeben. Sie lebt sich schnell ein und sie ist überglücklich als sie eine Tierauffangstation im Ort gründet. Aber bald muss sie feststellen, dass es in der Kleinstadtidylle ganz schön brodelt...
Ein wunderbarer Australien-Roman mit einer berührenden Liebesgeschichte.
Das nächste Lesecafé findet am 03.06.2026 in der Stadtteilbibliothek in Groß Klein statt.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
AS | US
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| Bild: Moritz Verlag Möchte ich entleihen |
Die kleine Fliege-Ziege wird ausgegrenzt, denn Ziegen fliegen nicht! Erst als sie - unglücklich- mit dem Fliegen aufhört, darf sie wieder dazugehören. Eines Abends beschließt sie aber, doch wieder zu fliegen, um endlich glücklich sein zu können. Da die kleine Ziege alle zum Lachen bringt, wird ihr Fliegen allmählich akzeptiert, und auch die Mutter sieht ein, dass das eigene Glück wichtiger ist als die Meinung der anderen.
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Bild: Hanser |
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Bild: ars edition |
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| Bildquelle |
In der Stadtbibliothek Rostock finden Sie zahlreiche Titel zum Thema
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KW