Nov
19
2024

Zukunft oder Hirngespinst? – Sciene Fiction im 21. Jahrhundert

Seit Anfang des Jahres habe ich ein neues Buch-Genre für mich entdeckt – Science-Fiction.

Schon seit Jahren habe ich eher unbewusst viele Serien dieser Richtung auf Netflix mit Freunden, Familie und auch alleine gesehen und bin nach wie vor begeistert. Stranger Things, Dark, Into the Night, Manifest und viele weitere haben mich von Grund auf gefesselt, sodass ich neue Staffeln kaum erwarten konnte und auch einige Male emotional geworden bin. Obwohl manche von ihnen durch ihre unerwarteten Wendungen und unpassenden Effekte eher als „trashig“ betitelt und von der Kritik als mittelmäßig abgestempelt werden, haben sie meiner Meinung nach ihre Momente und stellten sich am Ende trotzdem als spannend heraus. Doch gerade wegen ihrer abwechslungsreichen Themen und dramatischen Wendungen, handelnd in Zukunftsuniversen oder Dystopien, sind Science-Fiction-Medien sehr vielfältig und ziehen mich förmlich in ihren Bann. Somit war es auch kein Wunder, dass ich Anfang des Jahres angefangen habe, auch Bücher zu diesem Genre zu lesen.

Ich habe gerade letztes Jahr erst wieder richtig mit dem Lesen begonnen und mir ist wieder einmal aufgefallen, wie langweilig mir Bücher vorkommen. Denn mittlerweile gucke ich lieber Serien, da sie durch ihre akustische und visuelle Darstellung überzeugen und mich eine Vielzahl von ihnen anspricht. Doch ich wollte mich dazu durchringen, wieder mehr zu lesen und fing mit Thrillern und Horrorromanen an. Diese Genres hören sich zwar im ersten Moment etwas gruselig und mitreißend an, doch fand ich die Geschichten eher vorhersehbar und trotz passender musikalischer Begleitung nicht packend genug. Also wollte ich Abwechslung haben und bin durch Zufall auf Sci-Fi gekommen.

Ich ging in einen Buchladen, um mir Lektüre für den Urlaub auszusuchen und stieß auf meinen ersten Science-Fiction Roman - “End of Men“. Darin geht es um den Ausbruch eines unbekannten Virus im Jahr 2025, welches nach und nach den Großteil aller Männer auf der Erde umbringt. Gezeigt wird es aus der Perspektive mehrerer Frauen unterschiedlichster Länder und Nationen und wie sich ihr Leben im Laufe der Zeit entwickelt. Das Buch hat mich direkt angesprochen, da ich wissen wollte, was genau passiert und welche Parallelen es zum Corona-Virus gibt. Es hat mir sogar so viel Spaß gemacht diesen Roman zu lesen, dass ich innerhalb einer Woche schon um die 250 Seiten gelesen habe (für meine Verhältnisse ist das sehr viel). Es ist zwar ein etwas dickerer Schinken, für den es sich aber lohnt, sich wieder ins Lesefieber zu stürzen.

Ich muss gestehen, mittlerweile liegt er immer noch auf meinem Nachttisch und mir fehlen noch um die 50 Seiten. Seit Monaten.


Nichts desto trotz wollte ich weitere solcher Romane lesen und wurde auch dort nicht enttäuscht. Daher sind hier meine Science-Fiction Buchempfehlungen für Sie:

           

Bild: Heyne

End of Men von Christina Sweeney-Baird

Wir schreiben das Jahr 2025. In einem Glasgower Krankenhaus behandelt Dr. Amanda Maclean einen jungen Mann mit leichtem Fieber. Harmlos. Denkt sie. Drei Stunden später ist ihr Patient tot. Doch Amanda hat keine Zeit, genauer darüber nachzudenken, denn innerhalb kürzester Zeit sterben drei weitere Männer an derselben mysteriösen Krankheit. Amanda schlägt Alarm, doch das Virus erreicht mit rasender Geschwindigkeit bald jeden Winkel der Erde – und tötet ausschließlich Männer ...

(Verlagstext)







Bild: Heyne

The Watchers - Wissen kann tödlich sein von John Marrs

Im digitalen Zeitalter sind Informationen wertvoller als Gold. Doch Computer können gehackt und Files gestohlen werden. Nach einem massiven Cyberangriff fürchtet die britische Regierung um ihre Staatsgeheimnisse und entwickelt einen ebenso riskanten wie genialen Plan: die brisantesten Informationen werden offline genommen, in einen genetischen Code umgewandelt und fünf Zivilisten implantiert. Dafür bekommen diese so genannten Wächter die Chance auf ein neues Leben, eine neue Identität und finanzielle Unabhängigkeit. Auf keinen Fall aber dürfen sie Kontakt zueinander aufnehmen, denn gemeinsam kennen sie jede noch so schmutzige Parteiaffäre, die Wahrheit über Lady Di's Tod und die intimsten Geheimnisse der Queen. Doch jeder der Wächter verfolgt eine eigene Agenda, und schon bald entwickelt das Regierungsprojekt eine Dynamik, in der niemand mehr weiß, wem er eigentlich noch trauen kann ...

(Verlagstext)


Bild: Heyne

Die Triffids von John Wyndham

Jahrhundertelang hat der Mensch die Natur ausgebeutet – nun ist der Tag der Abrechnung gekommen ...

Nach einem Kometenschauer über London ist nichts mehr so, wie es einmal war: Blind und hilflos irren die Menschen durch eine gespenstische und zerstörte Stadt. Die wenigen Glücklichen, die noch sehen können, schließen sich zusammen und verlassen London. Doch in der postapokalyptischen Welt lauert eine neue Gefahr: riesige, menschenfressende Pflanzen – die Triffids ...

(Verlagstext)





Bild: Heyne

Ein Sandkorn am Himmel von Isaac Asimov

Von einem Schritt auf den nächsten ...

Der pensionierte Schneider Joseph Schwartz schlendert an einem ganz gewöhnlichen Tag im Jahr 1949 eine Straße in Chicago entlang – und befindet sich von einer Sekunde auf die nächste an einem völlig anderen Ort zu einer völlig anderen Zeit. Nach langer und verzweifelter Suche trifft er endlich auf Menschen, doch er kann sich mit ihnen nicht verständigen. Die Fremden halten ihn für geistig zurückgeblieben und unterziehen Schwartz unfreiwillig einem Experiment, das ihn klüger machen soll. Danach kann er sich endlich verständlich machen, doch die Zukunft hält keine guten Nachrichten für ihn bereit …

(Verlagstext)



Auf abwechslungsreiche Weise stellen diese vier Bücher unsere mögliche Zukunft detailgetreu und spannungsvoll dar.

Doch ist es wirklich möglich, dass so etwas oder Ähnliches auf uns oder unsere Folgegenerationen zukommt? Werden wir ein solches Szenario selbst oder an anderen Stellen der Erde beobachten können?

Obwohl ich es sehr gerne tun würde, kann ich Ihnen diese Frage leider nicht beantworten. Denn die Zukunft ist wohl für alle von uns unbekannt (ausgeschlossen Joseph Schwartz), egal wie viel Science-Fiction man liest. Ob Horrorszenario oder Traumvorstellung, Science-Fiction ist hoffentlich vorwiegend surreal und sollte für uns eine Lehre sein. Denn egal wie schlecht es auch um unsere Zukunft aussieht, wir sollten uns immer wieder bewusstwerden, dass wir ein Teil des Ganzen sind. Wir müssen anpassungsfähig sein und uns auf mehr Modernität und Veränderung einstellen. Und das sowohl in Bezug auf unsere Umwelt, als auch Technik im Allgemeinen. Alltägliches könnte schon sehr bald weltfremd sein und andersherum. Science-Fiction ist zwar nicht unsere Zukunft, doch gibt sie uns immer wieder einen Ausblick, wie alles sein könnte.

Ich persönlich gebe mir Mühe, auch weiterhin positiv zu bleiben. Zugegeben, es wird sicher nicht einfach, aber ich stehe unserer Zukunft dennoch neugierig und flexibel gegenüber.

Doch was denken Sie, End of Men oder doch eher End of the World?


MAB

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