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Lesbian Visibility Day

Seit 1990 wird am 26. April jeden Jahres der „Lesbian Visibility Day“ – der Tag der lesbischen Sichtbarkeit – gefeiert. 
Besonders in Zeiten wie jetzt, in denen es sich für queere Menschen oftmals anfühlt, als ob die Akzeptanz für uns und alle, die irgendwie „anders“ sind, sinkt, ist es umso wichtiger, für Sichtbarkeit, Toleranz und Empathie einzutreten. 
Oftmals werden Lesben* einerseits in ihrer Liebe und ihrem Lebensstil immer noch nicht ernst genommen („ist ja nur eine Phase“) oder aber sie werden übermäßig sexualisiert und politisiert.

Ein Beitrag des Lesbenring e.V. vom 24. April 2020 fasst meine Gefühle zu diesem Tag und die Probleme, denen Lesben* im Alltag begegnen müssen, sehr gut zusammen und endet mit einem Zitat der damaligen Vorstandsfrau Hedy Gerstung: „Sichtbarkeit ist und bleibt wichtig. Gerade in diesen Zeiten. “Seid ‘out & proud’ auch online im Netz, erst recht für diejenigen, die sich verstecken müssen und sich nicht zeigen können hier und weltweit.“

Foto: Norbu Gyachung (Unsplash)

Eine kleine Auswahl an thematisch passenden Büchern ist hier für euch zusammengestellt und 
für noch mehr Medien zum Thema LGBTQIA+, schaut doch einfach in unserem Katalog hier nach.  

Eine kurze Geschichte queerer Frauen

Bild: Aufbau Verlag
Ob bekannte Namen wie Virginia Woolf, Marlene Dietrich und Hildegard von Bingen oder bisher (zu Unrecht) unbekanntere wie die der andalusischen Prinzessin Wallāda bint al-Mustakfī, der:des Womanizer:in Catterina Vizzani, der chinesischen Intellektuellen Wu Zao oder der trans* Aktivistin Marsha P. Johnson, die am Stonewall-Aufstand beteiligt war: Kirsty Loehr versammelt sie und noch viele weitere queere Frauen in ihrem außergewöhnlichen Buch feministischer Geschichtsschreibung. Nach der Lektüre sehen wir die Welt in ihrem über Jahrhunderte stramm gezogenen heteronormativen Korsett mit neuen Augen. Witzig und frech im Ton spannt Kirsty Loehr einen kritischen Bogen von der Steinzeit bis heute – und eröffnet uns ein unglaubliches Panorama an queeren Frauen, die es unbedingt zu entdecken gilt. (Verlagstext)

 

We fell in love in October

Bild: Verlagsgruppe Oetinger
"Das kann doch nicht alles sein im Leben", sagt sich Lisa, bricht ihre Ausbildung als Bankkauffrau ab und bricht damit auch mit allem, was ihre Eltern und Freund Max sich vorgestellt haben. In einer Spontanaktion bucht sie ein Busticket nach Köln. Dort beginnt ein Abenteuer, in dem sie auf die Tätowiererin Karla trifft, die ihr eine Welt zeigt, die Lisa bis dahin nur aus Filmen kannte. Zwischen Couchsurfing, Partys und existenziellen Lebenskrisen erkundet die junge Frau nicht nur ihre Sexualität, sondern auch die Möglichkeit, dass Träume keine Träume bleiben. (Verlagstext)

   

Last night at the Telegraph Club

Bild: dtv
Die siebzehnjährige Lily wächst Mitte der 50er Jahre in der chinesischen Community von San Francisco auf. Als sie bei einem Schulprojekt Kathleen kennenlernt, wird ihr klar, dass sie anders ist – und anders fühlt – als die anderen Mädchen. Die beiden freunden sich an und besuchen nachts heimlich eine verbotene Lesbenbar, den Telegraph Club. Hier taucht Lily in eine Welt ein, die sie maßlos fasziniert. Und ihr wird klar, dass sie mehr für Kath empfindet.

Doch das Amerika des Jahres 1954 ist kein sicherer Ort für zwei Mädchen, die sich verlieben, schon gar nicht in Chinatown. Als ihre nächtlichen Besuche des Telegraph Club auffliegen, hat dies Folgen für Lilys Familie. Dennoch kann und will sie ihre Liebe zu Kath nicht aufgeben. (Verlagstext)

   

Bild: Carlsen
The Guy She Was Interested in Wasn't a Guy at All

Aya Osawa ist Stammkundin eines kleinen, alternativen Plattenladens. Obwohl sie das beliebteste Mädchen in ihrer Klasse ist, stimmt es sie traurig, dass niemand ihre Liebe zur alternativen Musik teilt. Doch in ihrem Plattenladen arbeitet seit Neustem ein hübscher E-Boy mit fantastischem Musikgeschmack, und Aya ist sofort Feuer und Flamme. Was sie nicht ahnt: Der hübsche E-Boy ist in Wahrheit ihre Klassenkameradin Mitsuki Koga. Und so beginnt die verrückte Liebesgeschichte der beiden Frauen... (Verlagstext)


Atmosphere

Bild: Ullstein

Joan Goodwin sieht zu den Sternen auf, seit sie denken kann. Als Professorin für Astrophysik hat sie ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht, und sie ist glücklich, wenn sie ihrer Nichte abends unter freiem Himmel die Sternbilder erklären kann.

1980 wagt sie den Schritt ihres Lebens: Sie bewirbt sich als eine der ersten Frauen für das Space-Shuttle-Programm der NASA. Mit einer Gruppe aus hoch qualifizierten Piloten, Commanders und Ingenieurinnen beginnt sie die intensive Vorbereitung auf ihren ersten Flug ins All. Während sie ihrem Traum von den Sternen immer näher kommt, begegnet Joan unerwartet einer Liebe, die alles überstrahlt.
(Verlagstext)

WS

Thomas Mann-Jubiläumsjahr 2025


„Man soll machen, was einem Freude verheißt – 
es besteht die größte Wahrscheinlichkeit, 
dass es auch der Welt eine Freude machen wird.“ 
(Thomas Mann)


Geboren am 06.06.1875 in Lübeck, gestorben mit 80 Jahren am 12.08.1955 in Zürich, wird in diesem Jahr nicht nur der 150.Geburtstag Thomas Manns gefeiert, sondern auch seines 70. Todestages gedacht.

Thomas Mann ist einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und hat bis heute nicht an Popularität verloren. Für die Biographen ist er der Zauberer, der Magier, ein politischer Träumer, ein politischer Aktivist, der Mann vom Meer, Hanseat, bürgerlicher Künstler, Republikaner, Emigrant, Rückkehrer. Thomas Mann selbst verstand sich zeitlebens als kultureller Repräsentant seiner Zeit. Für seinen ersten Roman „Die Buddenbrooks“ erhielt er 1929 den Nobelpreis für Literatur.

Die in der Stadtbibliothek Rostock vorhandenen Biographien und eine Auswahl seiner Werke sind derzeit in den Vitrinen im Foyer der Zentralbibliothek zu sehen und demnächst ausleihbar.
 



Cover: Piper




Im Sinne Thomas Manns wünschen wir viel Freude beim Entdecken seiner Bücher als auch seiner Persönlichkeit! C.G.!



34 Jahre nach der Deutschen Einheit „Ungleich vereint“?

Natürlich ist die Widervereinigung ein Grund zum Feiern. Gleichzeitig wirkt es aber momentan so, als ob das Land gespaltener ist als vor ein paar Jahren. Stimmt das und wenn ja, warum?

Bild: Suhrkamp Verlag
Pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit erschien das hochaktuelle Buch des aus Rostock stammenden Soziologen Steffen Mau. Er widerspricht hier der Angleichungsthese, die aussagt, dass der Osten sich dem Westen anverwandelt und alles geräuschlos ineinander übergeht. Mau sagt, dass Ostdeutschland aufgrund der Erfahrungen in der DDR und in den Wendejahren anders ist und bleibt. Bestimmte Kulturen, Identitäten, Strukturen und besonders politisches Denken haben sich festgesetzt. Er verwendet den Begriff der Ossifikation, der aus der Medizin stammt und die Bildung von Knochengewebe im Wachstum nach Brüchen bezeichnet. Was für ein Vergleich. „Eine Pflichtlektüre, die Vergnügen stiftet.“ sagt Denis Scheck in seiner Sendung Druckfrisch.

Alles von Steffen Mau in der Stadtbibliothek.
Zum Hören: Podcast Hotel Matze : Soziologe Steffen Mau - Warum bleibt der Osten so anders?


Bild: C:H. Beck
Auch das Buch des Historikers Ilko-Sascha Kowalczuk „Freiheitsschock“ erschien am 1.10.2024. Er gilt als Vertreter einer seriösen DDR-Geschichtsschreibung. In seinem Buch analysiert er, wie der "Freiheitsschock" von 1989/90 Ostdeutschland beeinflusste und die gegenwärtige Ablehnung der liberalen Demokratie erklärt. Er fordert eine ehrliche Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit und mehr Eigenverantwortung.

(Hinweis: Der Titel ist bestellt und noch nicht im Katalog verfügbar.)

Alles von Ilko-Sascha Kowalczuk in der Stadtbibliothek
Zum Hören: Podcast Freiheit DeLuxe mit Jagoda Marinic und Ilko-Sascha Kowalczuk - Freiheitsschock


Noch ein paar persönliche Romanempfehlungen zum Thema:

Der Tag der Deutschen Einheit wird in diesem Jahr  vom 2. bis 4.10. von der Landeshauptstadt Schwerin ausgerichtet. Zum Programm.                                    

BB

Weltspieltag 2024

„‚Nachhaltigkeit spielerisch entdecken!‘ ist das Motto des Deutschen Kinderhilfswerkes für den Weltspieltag am 28. Mai 2024. Damit will die Kinderrechtsorganisation gemeinsam mit seinen Partnern im „Bündnis Recht auf Spiel“ auf die besondere Bedeutung der Themen gesunde Umwelt und Nachhaltigkeit aufmerksam machen.“ (Quelle: Bündnis Recht auf Spielen)


Für uns in der Stadtbibliothek ist Nachhaltigkeit natürlich ein großes Thema. Wir bieten Medien aller Art überwiegend kostenlos für Alt und Jung zur Ausleihe an. Das schont nicht nur die Geldbörse, sondern spart auch Ressourcen. Beispielsweise findet man in unserem Bestand über 1000 Gesellschaftsspiele, darunter sind Kubb und Riesen Mikado, welche sich toll zum draußen Spielen eignen. Außerdem haben wir unzählige Bücher mit nachhaltigen Spiel-, Bastel- und Beschäftigungsideen für jedes Alter. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Kindermedien stetig gewachsen und wir versuchen die Räumlichkeiten und das Angebot entsprechend anzupassen.

Also kommen Sie vor der nächsten Spielerunde, dem Enkelbesuch etc. gerne vorbei, lassen Sie sich von unserer Medienvielfalt inspirieren und haben Sie viel Spaß beim Spielen!

 

(Bildquelle: EintausendundeinIdee) (Möchte ich entleihen)

Hier geht's zum Online-Katalog:

»Ich bestehe aus Literatur.« Franz Kafka

Unter den zahlreichen Jubiläen 2024, und dazu zählen der 300. Geburtstag Immanuel Kants, der 250. Geburtstag Caspar David Friedrichs und der 100. Todestag Hugo von Hofmannsthals, ragt der 100. Todestag Franz Kafkas heraus. Im Kafka-Jahr gibt es eine Menge zu entdecken: diverse neue Ausgaben seiner Texte, Biografien, Romane, Filme, Hörbücher, Theaterstücke, Ausstellungen, Festivals, Blogs, Podcasts und sogar Videospiele. Das ist kaum zu überblicken, bietet uns aber die Gelegenheit, den Jahrhundertautor noch einmal gebührend in den Blick zu nehmen.
Der Dichter des Alptraumhaften bekommt in dieser alptraumhaften Zeit eine neue Bedeutung.

Serie "Kafka" ARD
Gestern fand in der Urania in Berlin die Premiere der hochgelobten 6-teiligen Fiktion-Serie "Kafka" der ARD statt. Der Schriftsteller Daniel Kehlmann verfasste das Drehbuch, Regie führte der Österreicher David Schalko. Das Drehbuch beruht auf der preisgekrönten Kafka-Biografie von Reiner Stach, die inzwischen ein internationales Standardwerk ist. Die Serie ist hochgradig besetzt mit Joel Basman, David Kross, Liv Lisa Fries, Nicholas Ofczarek, Robert Stadlober, Marie-Lou Sellem, Christian Friedel, Michael Maertens, Verena Altenberger und Johannes Silberschneider. Zur Premiere war auch der Philosoph Peter Sloterdijk anwesend. 

Majestic Filmverleih GmbH
In den Kinos startete gerade die Verfilmung von Michael Kumpfmüllers Roman "Die Herrlichkeit des Lebens". Hier wird das letzte Jahr des todkranken jedoch sehr heiteren Franz Kafkas (Sabin Tambrea) und seine Liebe zu der linken Aktivistin und Tänzerin Dora Diamant (Henriette Confurius) gezeigt. Beide erleben eine kurze intensive Zeit des Glücks.

„Kafkas letzte Liebe in hellem Licht. Hinreißend!“ BR Kino Kino


Auch die Stadtbibliothek hat einige neue Bücher, Hörbücher und E-Books von und über Franz Kafka erworben und wird sicherlich im Laufe des Jahres weitere Medien kaufen. Bleiben Sie gespannt. Zur Trefferliste im Katalog.

Außerdem:
Autorenseite Franz Kafka - Alles über Leben und Werk des Autors
Kafka2024 - Alles, was Sie über das Kafka-Jahr wissen sollten
S.Fischer Verlage - Die sieben wichtigsten Werke des Jahrhundertautors (herausgegeben von Reiner Stach und Sebastian Guggolz)

„Ich glaube, man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch? Damit es uns glücklich macht, wie Du schreibst? Mein Gott, glücklich wären wir eben auch, wenn wir keine Bücher hätten, und solche Bücher, die uns glücklich machen, könnten wir zur Not selber schreiben. Wir brauchen aber die Bücher, die auf uns wirken wie ein Unglück, das uns sehr schmerzt ..." Franz Kafka

BB

Tag der Zeitschrift

Am 26. November war der Welttag der Zeitschrift. Und das ist auch verständlich. Denn nach einer Studie lesen rund 27 Millionen Menschen in Deutschland wöchentlich Zeitschriften.
Vielerorts kann man sie gar nicht mehr wegdenken. Sie dienen als günstige Alternative, wenn man sein Buch bei einer langen Bahnfahrt vergessen haben sollte. Oder wenn man im Wartezimmer beim Arzt sich die Zeit vertreiben möchte. Und... und... und...
Aber auch bei uns finden Sie einige interessante Zeitschriften, die Sie direkt vor Ort, oder nach der Ausleihe daheim, lesen können.

Natürlich können wir sehen, welche Zeitschriften besonders häufig entliehen wurden. Und wir wollen Ihnen die drei Top-Ausleiher des Jahres nicht vorenthalten.


Platz 1: Psychologie heute (1/23)
(Bildquelle: Beltz)

Platz 2: Landlust (4/23)
(Bildquelle: DMM Verlag)

 

Platz 3: Guter Rat (3/23)
(Bildquelle: Burda Verlag)


Fun Fact am Rande: Die erste Zeitschrift wurde 1663 in Europa veröffentlicht.

Und falls Sie es nicht wussten, es gibt natürlich auch einen Welttag des Buches: Der findet am 23. April statt.

J.A.

Es war einmal die DDR…

ist das Motto des November-Schaufensters und auch in meinem Post möchte ich mich auf Zeitreise begeben.

Ich wurde in der DDR geboren und habe dort meine Kindheit und Jugend erlebt. Im Herbst 1989 war ich 26 Jahre alt, hatte zwei Berufsausbildungen und ein Studium abgeschlossen und gehörte seit 2 Jahren wieder zum Team der Stadtbibliothek Rostock, damals noch Willi-Bredel-Bibliothek. Ich war Mutter von zwei Kindern und befand mich gerade in Elternzeit.
Bis auf ein paar wenige Sendungen, habe ich nie viel DDR-ferngesehen. 1989 hat sich das geändert. Die Unzufriedenheit in der Bevölkerung hatte ihren Höhepunkt erreicht. Es war etwas ins Rollen gekommen, was nicht mehr aufzuhalten war. Massenauswanderungen und Demos bestimmten den Alltag und thematisierte inzwischen auch das  DDR-Fernsehprogramm. Noch nie habe ich so intensiv die Nachrichten verfolgt. Am 9. November 1989 bügelte ich, während der Fernseher lief. Ausgestrahlt wurde die zweite Pressekonferenz des Zentralkomitees der SED. Der Sprecher des Politbüros Günter Schabowski redete. Er wirkte konfus, auch dann noch, als er auf Nachfrage der Presse die neue Reiseregelung verlas:

Und deshalb haben wir uns dazu entschlossen, heute, eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen.

Ich bin mir sicher, dass in diesem Moment in sämtlichen DDR-Haushalten  die Luft angehalten wurde.

Weiter hieß es: "Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen, Reiseanlässen und Verwandtschaftsverhältnissen beantragt werden, die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt.

Auf die Frage eines Journalisten, ab wann das in Kraft tritt, fielen Schabowskis geschichtsträchtigen Worte: „Nach meiner Kenntnis... ab sofort, unverzüglich.

Damit war der Fall der Mauer  besiegelt und in Folge das Ende der DDR.

 Gedenkstätte am Platz des 9. November 1989 in Berlin (imago images / Steinach)


Inzwischen habe ich schon mehr Jahre in der BRD, als in der DDR verbracht. Beide Systeme erfahren und den Wechsel von einem in das andere System friedlich erlebt haben zu dürfen, dafür bin ich sehr dankbar.

Im Schaufenster finden Sie Bücher, Filme und Tonträger zum Leben in der DDR, die nach dem Schaufensterwechsel Ende November auch entliehen werden können.

Medien zum Fall der Mauer finden Sie hier! C.G.





Welt-Alzheimertag und Woche der Demenz

Seit 1994 finden am Welt-Alzheimertag am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation der an Alzheimer-Demenz erkrankten Menschen und ihren Angehörigen aufmerksam zu machen.

Weltweit sind etwa 55 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2050 wird die Zahl voraussichtlich auf 139 Millionen steigen, besonders dramatisch in China, Indien, Südamerika und den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. In Deutschland sind mittlerweile rund 1,8 Millionen Menschen erkrankt. 

Der Welt-Alzheimertag wurde von der Dachorganisation Alzheimer’s Disease International (London) und der WHO ins Leben gerufen. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) engagiert sich für ein besseres Leben mit Demenz. 

Am Welt-Alzheimertag und in der Woche der Demenz vom 18.-24.September finden auch in Rostock Veranstaltungen statt. Unter www.alzheimer-mv.de erhalten Sie weitere Informationen.

Die Stadtbibliothek Rostock hat ein Schaufenster zum Thema Demenz gestaltet. Vom 13. bis 30.9. wird die Ausstellung „Demensch“ von Peter Gaymann im Foyer zu besichtigen sein. Außerdem führt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft am 18.9. einen Beratungs- und Informationstag im Haus durch.

In der Stadtbibliothek können Sie sich dem Thema mit unseren Medien auf vielfältige Weise nähern: neben Sachbüchern finden Eltern Bücher für Kinder, es gibt Romane, Filme, Hörbücher, Zeitschriften, elektronische Bücher und einen Comic zur Auswahl. Hier geht es zur Trefferliste im Online-Katalog.

Bild: Reinhardt-Verlag

Meist sind Menschen ab 65 Jahren von der Krankheit betroffen. Doch ca. 2 % der Demenzerkrankungen werden im Alter zwischen 40 und 65 Jahren diagnostiziert. Das Buch „Diagnose Demenz im jüngeren Lebensalter“ widmet sich diesem Thema, das vorrangig für Fachkräfte geschrieben wurde, aber auch Angehörigen und Betroffenen Hilfestellung bieten kann.



BB


Sagenhaftes Mecklenburg-Vorpommern

Bild: Hinstorff
Autor Hartmut Schmied nimmt seine Leserschaft mit auf eine Reise zu geisterhaften, sagenumwobenen und legendären Orten in Mecklenburg-Vorpommern.
Waren Sie schon einmal bei Nebel im Gespensterwald unterwegs, sind auf dem "Heiligen Damm" gewandert oder haben den Kopf der Rostocker Aalschlange gestreichelt?
Wer Lust hat seine Umgebung besser kennenzulernen und einmal
mit anderen Augen zu betrachten, der findet hier viele spannende Erklärungsversuche zu vermeintlich unerklärlichen historischen Ereignissen.

"Wegbeschreibungen zu 160 geheimnisvollen Stätten in 115 Orten... führen durch das reizvolle Land an der Ostsee." (Verlagstext)

Der Herbst eignet sich ja besonders für ausgedehnte Spaziergänge und warum dabei nicht den Spuren von Geistern, Göttern, Hexen, Fabeltieren, Blocksbergen u.v.m. folgen. 

Bild: privat

Danach dann gemütlich zu Hause schaurige Schmöker lesen oder beim Horrorfilm hinter dem Kissen verstecken. Wer sich ungern alleine gruselt, dem empfehlen wir Halloweenpartys oder Gesellschaftsspiele mit Familie und/oder Freunden.

Bild: privat

Reiseführer MV - für "normale" Ausflüge

Mythen und Sagen - aus der ganzen Welt

Halloween - gibt's auch bei uns

Spieleauswahl - mit Spaß und Spannung

Horror/Grusel - nichts für schwache Nerven


Viel Spaß beim Ausleihen, Erkunden und Erleben!                                         

S.Sch

Jeder Tag, ein Tag zum Feiern

Nikolaus, Tannenbaum, Heiligabend und der Weihnachtsmann. Das ist wohl das Erste an das man denkt, wenn sich der Dezember nähert. Aber ist das wirklich alles, was die Weihnachtszeit zu bieten hat? Nein! Tatsächlich hat der Monat noch viele andere Feiertage zu bieten. Nun gut, die meisten sind nicht sehr bekannt und ja, man könnte sie fast schon kurios nennen aber ein wenig Skurrilität hat ja noch nie geschadet, oder?

Bild: Eigene Darstellung



Bild: GU Verlag

Der 2. Dezember zum Beispiel ist der Tag des Mischlingshundes. Ja gut, das klingt noch nicht sehr kurios, aber das wird noch, versprochen. Also der Hund, wohl eines der beliebtesten Haustiere und der „beste Freund des Menschen“, findet sich in vielen Haushalten wieder. Viele von denen sind gewiss beliebte Rassehunde, jedoch darf man die bunten und liebenswerten Mischlinge nicht vergessen. Sie verbinden die Merkmale und Eigenschaften vieler Rassen, sind meist weniger krankheitsanfällig und seien wir ehrlich, es entstehen die lustigsten und knuffigsten Ergebnisse. Passend zur Besinnlichkeit und der Nächstenliebe des Monats, sollten wir also diesen Tag feiern, unseren Freunden dankbar sein, eine Gassirunde mehr einplanen oder aber, wer keinen eigenen Hund zu Hause hat, darf natürlich auch schauen ob man dem örtlichem Tierheim eine kleine Spende da lässt, damit auch dort der Tag des Mischlingshundes gefeiert werden kann.


Für Verwirrung hingegen darf man am 8. Dezember sorgen. Auch bekannt als Gib-vor-ein-Zeitreisender-zu-sein-Tag. Die Idee hinter diesem kuriosen Aktionstag ist, sich den ganzen Tag als Zeitreisender auszugeben und auch dementsprechend sprachlich und optisch in der Rolle zu bleiben. Die Initiatoren des "Pretend to be a Time Traveller Day" schlagen hierzu drei Varianten für die Herkunft des Zeitreisenden vor:

Bild: pixabay
Utopie, Dystopie- beides Formen der Zukunft oder aber der Vergangenheit.

Wer also Inspiration für seine Zeitreise sucht, wird bei uns fündig.

In diesem Sinne „Willkommen zurück in der Zukunft!                                   

 

                                     

Bild: EMF Verlag
Zusammengefasst kann man sagen, dass im Dezember viel gebacken wird. Einige diese Back-Tage sind zum Beispiel am:

4. der Plätzchen –Tag

8. der Tag des Brownies

12. der Lebkuchentag

22. der Tag des Weihnachtsgebäcks.



Mein klarer Favorit der Back- und Gebäcktage, ist jedoch der Plätzchen-Tausch-Tag am 22. Dezember. Hier werden, wie der Name schon erahnen lässt, Plätzchen gebacken und untereinander getauscht. Dabei sind der Kreativität auf dem Blech natürlich keine Grenze gesetzt. Von traditionellen Butterplätzchen über Schokoplätzchen bis hin zu Miniatur-Stollen, alles kann dabei sein. Also wenn das mal kein Anlass für ein schönes Keks- und Kaffeekränzchen mit den Kollegen ist. ;)

Und wenn nach dem Weihnachtsfest das große Schlemmen vorbei ist, kann man sich die Beine vertreten, zum Beispiel im Zoo. Denn am 27. Dezember ist der Mach-einen-Zoobesuch-Tag. Also warm und wetterfest anziehen, dann geht's auch schon los. Und wenn das Wetter doch nicht dazu einlädt, finden sich bei uns viele Medien zu den Zootieren für jedermann. Bei Schneefall darf man natürlich auch seiner Kreativität freien Lauf lassen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn man sich einen eigenen Zoo baut und zwar aus Schnee. Dann gibt es ein Schneelöwen, eine Schneerobbe und vieles mehr an Stelle des traditionellen Mannes aus Schnee.

Für einen gelungenen Jahresabschluss sollte man sich nochmal seiner Lieben bewusst werden. Dazu eignet sich besonders der Ruf-einen-Freund-an-Tag am 28. Dezember. Der Name ist natürlich programmatisch zu verstehen. Denn dieser Aktionstag erinnert uns daran, dass wir – trotz Alltag, Job und Familie– unsere Freunde nicht vergessen sollten. Gute Freundschaften zeichnen sich bekanntlich nicht durch Quantität, sondern durch Qualität des Kontaktes aus.

In diesem Sinne: Ran ans Telefon und meldet Euch bei Freunden, die lange nichts mehr von Euch gehört haben! Natürlich würden wir uns als Bibliothek auch sehr über einen Besuch freuen! ;)

                                                                                         





C.S.

Ich bin Sophie Scholl

Das "Taschenmesser" der Influencer:
der Selfiestick
Quelle: Pixabay
Instagram? Das ist doch diese App, mit der diese sogenannten „Influencer“ Fotos und Videos hochladen, mit kleinen Texten, Emojis und Hashtags versehen und der Welt somit Einblicke in ihr Privatleben geben.
Ich beim Sonnenbaden auf den Kanaren, ich beim Shoppen in der City, ich emotional beim Sonnenuntergang und das war mein Lowcarb-Abendessen #foodporn #lifestyle #wayneinteressierts

Natürlich gibt es auch kulturelle und informative Instagram-Kanäle, wie z. B. @stadtbibliothekrostock @sieben.tuerme oder @catsdoingthings ;-)
Aber seien wir ehrlich: die meisten Leute folgen nun mal Promis und unbekannten Personen, die gerne welche wären. Menschen, die uns erzählen wollen, was hip und angesagt ist und wie wundervoll ihr Leben verläuft, während bei uns eine Weltreise bedeutet, von der linken zur rechten Sofaseite zu wechseln.

Damit wäre dann auch alles zu Instagram gesagt, was es zu sagen gäbe, hätten der SWR und der BR nicht ein innovatives Projekt gestartet, zu dem mir als ehemaliger Lehramtsstudent für Geschichte nur ein Wort einfällt: „Genial!“.

Vor einem Monat, am 9. Mai, wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden.
Zu diesem Anlass könnte man die x-te Biographie herausgeben oder erneut einen Film drehen.
Dokumentationen, Reportagen, Hörspiele … kein Medium, welches nicht schon einmal zur Aufarbeitung der Geschehnisse um Sophie, ihren Bruder Hans und die Widerstandsgruppe der Weißen Rose genutzt wurde.
Stattdessen dachten sich die beiden öffentlichen Rundfunkanstalten: Was wäre, wenn Sophie Scholl Instagram genutzt hätte, um persönlich und intim aus ihrem Leben zu berichten? Ihre Freuden und Sorgen zu teilen und sich für eine bessere Welt einzusetzen?

Ausflug mit Alex und Hans
Quelle: @ichbinsophiescholl

Mit dem Kanal @ichbinsophiescholl wurde aus der Idee Realität.
Seit ein paar Wochen postet Sophie Scholl (gespielt von Luna Wedler) regelmäßig Bilder und Videos aus ihrem Leben. Alles begann mit ihrer Zugfahrt am 04. Mai nach München, um dort Philosophie und Biologie zu studieren. Und in 10 Monaten, am 18. Februar, wird mit der Verhaftung durch die Gestapo alles enden. Der Kanal schildert ihren Lebensweg in Echtzeit. Wir wissen, was passieren wird. Sophie weiß es nicht. Gestern war sie auf Radtour und nahm lächelnd ein Selfie auf.

SWR und BR weisen darauf hin, dass es sich um ein fiktionales Erzählexperiment handelt. Dennoch liefern Dokumente, Zeitzeugenaussagen und vor allem Sophie Scholls persönliche Briefe und Handschriften eine reale Grundlage. Historische Lücken und Unklarheiten werden in Absprache mit Historikern jedoch kreativ überbrückt, um eine zusammenhängende Erzählweise zu ermöglichen.
Durch die Kommentarfunktion tritt Sophie außerdem in einen Dialog mit den Followern. Sie beantwortet Fragen, gibt zusätzliche Informationen, ordnet problematische Aussagen in einen historischen Kontext ein oder antwortet einfach auf mitfühlende und mitfiebernde Reaktionen.

Sophies Schuhputz-Tutorial
Banalisierung einer Widerständlerin oder Teil des Alltagslebens 1942?

Über das Projekt und die Umsetzung kann man diskutieren und das ist ausdrücklich erwünscht.
Meiner Meinung nach eröffnet @ichbinsophiescholl ganz neue Perspektiven, um Geschichte zu vermitteln, zu leben und sich zu erinnern.
Daher habe ich am Ende eine Bitte:

Heidi K. hat 8,1 Mio. Follower.
0,9 Mio. Menschen folgen Sophie.

Lassen Sie es nicht dabei bleiben!

PS: Natürlich finden Sie bei uns in der Stadtbibliothek die klassischen Medien zu Sophie Scholl und dem Widerstand im Nationalsozialismus.

SeSa