22 September 2026
„Was kommt? Was bleibt?" - Deutscher Buchpreis 2026
12 September 2026
Neues aus dem Lesecafé im September
Am 02.09.2026 fand wieder das beliebte Lesecafé in unserer Stadtteilbibliothek in Groß Klein statt.
Benedict, Sophie: Grace und die Anmut der Liebe
| Bild: atb |
Ein Mädchen aus Philadelphia, dessen größter Wunsch es war, die Anerkennung ihres Vaters zu erringen. Die etwas kränkliche Grace erlebte als Kind die stetige Schmach, als Versagerin der Familie betrachtet zu werden. Ihre ganze Leidenschaft gilt der Kultur, insbesondere der Schauspielerei, während sich die restliche Familie als leidenschaftliche Sportler erweisen. Gegen den Widerstand ihrer Eltern besucht Grace in den 40er Jahren eine Schauspielschule in New York. Ein großer Erfolg wurde dann der Film „Über den Dächern von Nizza“ bei den Filmfestspielen von Cannes lernte sie Fürst Rainer kennen. Es war eine Chaotische Anreise, wegen eines Stromausfalls in Cannes hatte Grace Kelly nasse Haare und anfangs Probleme mit ihrer Kleidung. Sozusagen etwas zerfleddert, aber vielleicht deshalb gerade schön kam es zum 1. Treffen im Palast. Nach ihrer Abreise gab es einen intensiven Briefkontakt, dem dann wirklich ein Antrag von Fürst Rainer III. folgte. Fürst Rainier reiste im Dezember 1955 zu Besuch in die USA, wo er Grace einen Heiratsantrag machte. Schon im April 1956 folgte die Trauung in Monaco, eine Traumhochzeit von nun an waren Grace und Rainer das Traumpaar der Klatschpresse und aller Medien.
Ein stimmiges Portrait über eine sehr interessante Frau, so dass man die Welt der Grace Kelly als Leser nur ungern verlässt, das liegt auch an dem Erzählstil der Autorin.
Johannson, Lena: Aufgeben können die anderen
| Bild: atb |
Alice wächst in Nantes auf und geht dort aufs Mädchengymnasium, wo sie sich allerdings dem Sportunterricht verweigert, der lediglich leichte Gymnastikübungen für die Mädchen vorsieht. Doch ihr Freund Joseph bringt ihr mit Zustimmung der Eltern schwimmen bei und sie gibt sich diesem Sport gerne hin. Ihr weiterer Lebensweg führt sie nach Abschluss der Schule nach London, wo sie als Au-Pair arbeitet. Dort ist der Sport durchaus auch für Frauen möglich und in Alice keimt der Wille, dass 1920 bei den olympischen Spielen auch Frauen starten dürfen und zwar nicht nur in einzelnen Disziplinen.
Die Geschichte wird von 1898 bis 1922 erzählt, von Alice als Schülerin, Teenagerin, junger Frau, die ihre große Liebe Joseph trifft und schnell seine Leidenschaft für Sport, besonders das Schwimmen teilt. Mir war der Name Alice Milliat bis dahin unbekannt und auch die Geschichte der Sportvereine für Frauen sowie der Ersten Olympischen Frauenspiele, weil sie ja bei den „normalen“ Olympischen Spielen nicht zugelassen und nicht erwünscht waren, war mir nicht geläufig. In diesem Buch hat die Autorin nicht nur eine starke Frau auftreten lassen, die man hier besser kennenlernt, sondern auch ein vermutlich weniger bekanntes Gebiet aus dem Sport näher beleuchtet.
| Bild: Goldmann |
Schon die ersten Seiten von „Der Kuckucksjunge“ haben mich in eine düstere, beklemmende Atmosphäre hineingezogen. Der Thriller lebt von seiner unheilvollen Grundstimmung, die sich Seite für Seite hält. Sveistrup versteht es, falsche Fährten zu legen und die Leser und Leserinnen in ihrer Wahrnehmung zu manipulieren.
Der Schreibstil ist fesselnd und intensiv, man merkt dem Autor seine Drehbuch-Erfahrung an. Die Grundstory ist, ein Stalker verunsichert Kopenhagen. Er verfolgt seine Opfer, schickt ihnen Bilder und Nachrichten in Form von Abzählreimen aufs Handy. „Hab dich“ ist die finale Nachricht, bevor er sein Opfer tötet. Zunächst sind es nur Frauen, die dem Täter zum Opfer fallen, doch dann stirbt der erste Mann. Wow! Was für ein Buch. Die knapp 700 Seiten sind zwar anfänglich beeindruckend, aber ich möchte keine einzige davon missen. Der Schreibstil ist so fesselnd, dass man wirklich das Buch kaum aus der Hand legen mag. Allein die Konstruktion der Handlung ist genial. Wechselnde Perspektiven und authentisch gezeichnete Figuren runden das Ganze ab. Man nimmt teil am Privatleben der Ermittler, aber in einer Dosis, die nicht stört, sondern die ganze Geschichte lebendiger macht. Aber nicht nur die Charaktere sind vielschichtig, sondern die gesamte Handlung. Die Ermittler Thulin und Hess sind ein tolles Team. Das Thema Stalking allein ist schon ein gruseliges Thema und löst beklemmende Gefühle aus. Aber hier leidet man richtig mit den Figuren. Was die Tätersuche angeht, so tappt man praktisch bis zum Ende im Dunklen. Es bleibt also bis zuletzt extrem spannend. Das Cover lehnt sich nicht nur an den Vorgängerband an, sondern passt auch gut zum Inhalt und ist sehr ansprechend. „Der Kuckucksjunge“ ist ein superspannender Thriller, der perfekt konstruiert ist.
Walsh, Rosie: Du musst mich vergessen
| Bild: Goldmann |
Carrie ist glücklich mit ihrem Mann Robin und ihren Zwillingen. Zufällig findet sie im Internet ihren Ex-Mann wieder. Dieser wurde vor Jahren am Tag ihrer Hochzeit in Thailand verhaftet und Carrie wusste nicht einmal, dass er wieder frei ist. Ihre Welt gerät aus den Fugen.
Diese Liebe begann, die in eine nur eintägige Ehe mündete, in England, dort ist Carrie ist Ärztin, mit ihrem Beruf verheiratet und super ehrgeizig. In der Notaufnahme lernt sie den Schweden Johan kennen. Eine so schöne Liebesgeschichte nimmt ihren Anfang. Als Johan durch seinen Job in Thailand ist, fliegt Carrie zu ihm und die Beiden heiraten dort am Strand. Alles scheint so gut zu sein, doch ein paar Stunden nach diesem Eheversprechen tauchen überfallartig Polizisten auf und verhaften Johan. Carrie kann es nicht fassen. Zusammen mit ihrer Mutter und Johans Familie versuchen sie Johan frei zu bekommen, erst einmal zu verstehen, was los ist...
Carrie wird den Rest ihres Lebens ohne Johan verbringen müssen...
Sie lernt Jahre später einen neuen Mann kennen, heiratet erneut und bekommt Zwillinge. Aber ist ihre Geschichte mit Johan wirklich zu Ende erzählt?? Ich habe schon lange nicht mehr eine solche Spannung in einer Liebesgeschichte gespürt. Leider kann ich gar nicht so sehr ins Detail gehen, um nicht zu viel zu verraten, man muss es einfach lesen!!
Wer emotionale Romane mit einer geheimnisvollen Handlung und einer Prise Thriller-Atmosphäre mag, dürfte an diesem Buch viel Freude haben.
Winkelmann, Andreas: Die Zwillinge (Moorland ; 1)
| Bild: Knaur |
Als bekennender Fan von Andreas Winkelmann war der Auftakt seiner neuen Reihe, „Moorland-Die Zwillinge“, ein absolutes Pflichtbuch für mich.
Die Prämisse ist ebenso unheimlich wie spannend: Die Zwillinge Nike und Jana verschwinden bei einem Fotoausflug in einem Moor, das sie eigentlich gut kennen. Die Suche verläuft im Sande. Parallel dazu kehrt Kommissarin Malia Gold nach Jahren in ihre alte Heimat zurück, um den Dienst anzutreten.
Der Plot entwickelt schnell eine rasant Dynamik. Statt schneller Antworten liefert Winkelmann ein Verwirrspiel aus Verdächtigungen und Entlastungen, was die Spannung konsequent hochhält. Besonders fasziniert hat mich die Integration der Landschaft: Das Moor wird hier fast schon zu einem eigenen Charakter – lebendig, greifbar und herrlich düster.
Die Atmosphäre des nebligen, geheimnisvollen Moores war jedenfalls perfekt eingefangen. Dazu noch die kleine Dorfgemeinschaft, die ihre Geheimnisse birgt und eine Mauer des Schweigens bildet. Wer hier nicht geboren wurde, bleibt sein Leben lang ein „Zugezogener“. Einer der Hauptgründe warum man Kommissarin Malia Gold hierherschickt, um den Fall zu lösen, denn sie ist ja von hier, mit ihr reden die Einwohner.
Es gibt jede Menge falscher Fährten und man grübelt die ganze Zeit, wer der Täter sein könnte und was sein Motiv ist. Überhaupt ist die Spannung von Beginn an da und liegt das ganze Buch hindurch auf einem hohen Niveau. Das Buch weckt auf jeden Fall die Neugier.
Für mich war „Moorland – Die Zwillinge“ ein richtiges Thriller-Highlight. Der zweite Band „Die Braut“ soll bereits Anfang November 2026 erscheinen. Ich hoffe auf noch viele Fortsetzungen.
Michael Robotham: Wenn du mir gehörst
| Bild: Goldmann |
Ihr Weg zur Polizei war nicht einfach, kommt sie doch aus einer Familie die nicht unbedingt nach den Gesetzen lebt. Ihr Vater Immobilienentwickler und seine Brüder mit krimineller Vergangenheit.
Sie wird immer mehr von Tempe in Anspruch genommen, Tempe weiß immer wo sie ist und tut so als ob sie sich zufällig getroffen haben.
Eine Geschichte wie eine Person versucht sich in das Leben eines anderen hineinzubegeben.
Die am Anfang erfolgte häusliche Gewalt hat Phil auf den Detektiv fokussiert. Sie ist besessen von seiner Schuld, aber er hat viele Fürsprecher. Dann ist er tot und die Handlung nimmt einen interessanten Verlauf. Typisch für Robotham, super Geschichte, sehr lesenswert.
Michael Robotham: Die weiße Krähe
Der erst Thriller über Phil McCarthy erschien 2021 und nun 2025 eine Fortsetzung.
| Bild: Goldmann |
Eine gelungene Fortsetzung der Geschichte um die junge Polizistin, die trotz ihres familiären Umfelds gerne Polizistin ist. Aber man kann auch seiner Familie nicht entkommen.
Das nächste Lesecafé findet am 02.12.2026 in der Stadtteilbibliothek in Groß Klein statt.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
11 August 2026
Demenz - Was nun?
Die Diagnose „Demenz“ ist für Betroffene und Angehörige eine Herausforderung. Oft kommen Sorgen, Ängste und Fragen auf. Wie geht es weiter? Was passiert mit mir? Was machen wir jetzt?
Unser Bibliotheksbestand bietet für diese Situation ein
breit gefächertes Angebot, von Informationen über Berichte von Betroffenen und
Angehörigen bis zu Vorlesegeschichten für Menschen mit Demenz und natürlich
auch Bilderbüchern, die Kindern vermitteln sollen, was gerade passiert.
Titel zum Thema in der Stadtbibliothek Rostock!
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| Bildquelle: Penguin |
„In seinem umfassenden Buch beleuchtet Prof. Dietrich Grönemeyer, neben den wirkungsvollen Präventionsmöglichkeiten, welche Hoffnungen wir in die Forschung setzen können. Anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse aus Medizin, Psychologie und Ernährung zeigt er, wie Demenz frühzeitig erkannt und verlangsamt werden kann, und wie wir bestmöglich mit der Erkrankung umgehen. Am besten gemeinsam!“
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| Bildquelle: dtv |
„Als Jo Failer mit 51 Jahren die Diagnose »Alzheimer Frühform« erhält, steht er noch mitten im Alltag: berufstätig, Vater von zwei kleinen Kindern, umgeben von vielen Freunden. Sein Buch ist der Versuch, die Krankheit sichtbar zu machen, solange er es noch kann. Nicht durch Statistiken, nicht durch Klischees – sondern durch echte, persönliche Momente.“
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| Bildquelle: Brunnen Verlag |
„Ulrike Strätling weiß, wie sie Erinnerungen von Demenzpatienten wachrufen kann. Kleidung und Mahlzeiten, Farben und Gefühle, Natur und Jahreszeiten Allerlei Alltagserfahrungen werden in kurze, humorvolle Episoden verpackt, sodass Zuhörer und Betreuer mit Freude bei der Sache sind. Darum "funktionieren" ihre Geschichten, wie immer wieder bestätigt wird.“
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| Bildquelle: Oetinger |
„Bennys Opa macht seit einiger Zeit seltsame Dinge: Er verlegt allerlei Krams, erfindet neue Wörter und stellt sogar seine Schuhe in den Kühlschrank! Und wenn Benny ihn darauf anspricht, wird Opa sauer oder ganz traurig. Aber Benny versteht inzwischen, was los ist: Opa Bär hat eine Krankheit, bei der er vieles vergisst. Doch auch wenn es manchmal nicht leicht ist, schaffen die beiden es immer wieder, gemeinsam zu lachen.“
Texte: Auszüge aus der Produktbeschreibung, buchhandel.de
S.Schn
28 Juli 2026
Undercover unter Nazis

Bild: Hofmann und Campe
»Warum werden Jugendliche militant rechtsradikal? Worauf Politiker und Pädagogen von ›draußen‹ Antworten suchen: Angelique Geray macht es unter Lebensgefahr von ›drinnen‹. Deshalb sind ihre Erkenntnisse so wertvoll. Ihr ist es gelungen, weil sie mehr wissen wollte und weil sie außerordentlich mutig ist. Danke. Und nochmals danke.« Günter Wallraff"
Weitere Titel zum Thema in der Stadtbibliothek Rostock
Faschismus ist keine Meinung
Raubzug von rechts
Recht gegen rechts
Rechtsruck im Klassenzimmer
Der Westen hat keine Ahnung, was im Osten passiert
15 Juli 2026
Christopher Street Day!
Diesen Samstag, 18. Juli, finden in vielen Städten Deutschlands die Veranstaltungen zum Christopher Street Day statt, so auch bei uns in Rostock!
Passend dazu haben wir bald das Buch "Come out!" von Thomas Sparr bei uns in der Bibliothek. Im Bestand unser Onleihe MV könnt ihr es bereits jetzt lesen.
| Bild: C.H.Beck |
Wer sich schon vorher zum Thema zwischen die Seiten stürzen will, findet reichlich Auswahl in unserem aktuellen Sonderregal im Erdgeschoss.
| Bild: Stadtbibliothek Rostock |
04 Juli 2026
Yesteryear
Hand aufs Herz: Wie sehr zieht es Sie in die Vergangenheit? Also speziell in die Zeit, in der der Mann zur Arbeit geht und die Frau zu Hause bei den Kindern bleibt und dafür sorgt, dass jeden Tag ein Sauerteigbrot auf den Tisch kommt?
Ich wäre bei dem Part mit dem Sauerteigbrot ehrlicherweise raus und befürchte, dass meine Familie sich zunächst durch alle Aggregatzustände eines Brotes probieren muss, bevor etwas halbwegs essbares dabei herauskommt. Aber auch mit dieser klassischen "Arbeitsteilung" hätte ich so meine Schwierigkeiten.
Aber es gibt ja solche und solche. Und dann gibt es noch ganz andere.
Und für die sogenannten Tradwives ist dieses Modell der wahrgewordene Traum. Tradwives, also traditionelle Hausfrauen, leben die klassische Rollenverteilung. Hausfrau und Mutter. Mehr braucht eine Frau (in der Welt von den Tradwifes) nicht, um glücklich zu sein. Da sitzt das Sauerteigbrot.
Auch in die Buchwelt ist dieser Trend mittlerweile übergeschwappt und kaum ein Buch hat in letzter Zeit die Klaviatur des Marketing besser beherrscht, als der Debütroman von Caro Claire Burke. Die Schauspielerin Anne Hathaway hat sich die Filmrechte noch vor Erscheinen des Buches gesichert und wird, wenn alles gut läuft, auch die Hauptrolle spielen. Längst ist es auf der Bestsellerliste erschienen und hält sich wacker auf Platz 2 (Knapp hinter "Fünf, sechs, sieben, acht" von Ewald Arenz).
Auch im Feuilleton und auf den gängigen Social Media Kanälen wird "Yesteryear" mittlerweile vielfältig besprochen.
Doch worum geht es eigentlich?
| Bild: Heyne |
Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören.
Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat? (Verlagstext)
Auch mich hat der Roman in seinen Bann gezogen. Und selten habe ich so schnell eine Antipathie gegenüber einer Protagonistin entwickelt, wie bei diesem Buch. Du meine Güte! Das ganze Buch wird aus der Ich-Perspektive erzählt, so dass man live die Gedanken und Gefühle von Natalie verfolgt. Und diese sind nicht immer so christlich, wie sie sich nach außen hin präsentieren möchte. Die traditionellen Werte werden zwar hochgehalten, aber der Schein trügt. Gerade die Follower auf den Social Media-Kanälen bekommen nur eine geschönte Version von ihrem Leben zu sehen. Da werden technische Geräte aus dem Bild genommen, vermeintliches Bio-Gemüse wird im Supermarkt nebenan gekauft und... mehr verrate ich lieber nicht ohne zu viel zu spoilern.
Zudem spielt das Buch in zwei verschiedenen Zeitebenen, denn Natalie erwacht in einer Welt, in der es keinen Strom, aber dafür neue Kinder gibt und auch ihr Mann hat durchaus eine Veränderung mitgemacht. Es ist vor allem das Leben, was sie bisher auf Instagram als die himmlische Erfüllung verkaufen wollte. Und so ganz ohne technische Hilfsmittel gelingt beispielsweise auch ein Sauerteigbrot nicht, sondern wird zu einem undefinierbaren Klumpen, der kaum essbar ist. (Das wäre er bei mir aber auch mit technischen Hilfsmitteln geworden.)
Wer einen Roman sucht, der kritisch die Tradwife-Szene und Social Media hinterfragt, der beleuchtet, wie schnell man sich als Mann in der so genannten "Manosphere" vertiefen kann und dort mit Fake News konfrontiert wird und der dazu noch gut geschrieben und flüssig zu lesen ist, dem sei Yesteryear von Caro Claire Burke wärmstens empfohlen.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und fand auch die Auflösung am Ende durchaus logisch (da gibt es durchaus geteilte Meinungen). Und ich bin schon sehr gespannt auf die Verfilmung!
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22 Juni 2026
Neues aus dem Lesecafé im Juni
Am 03.06.2026 fand wieder das beliebte Lesecafé in unserer Stadtteilbibliothek in Groß Klein statt.
| Bild: Lübbe zur Leseprobe |
1995
verschwanden 2 Teenager auf bisher unbekannte Art auf der Nordsee-Insel Neuwerk
aus einem Landschulheim. Nur 1 Kind wurde nach Tagen gefunden, das andere blieb
bis heute weiterhin verschollen. 30 Jahre später fahren 5 Personen aus
unterschiedlichen Gründen auf die Insel und erkennen bald, dass sie sich nicht
so fremd sind, wie sie dachten, und dass sie alle in die Vorkommnisse von
damals verwickelt sind. Die fünf Fremden sind: Annika Lundt, sie ist Kriminalkommissarin, fährt aber privat in ihr
altes Zuhause, um sich um ihre demenzkranke Mutter Hedda zu kümmern. Charlotte Hahnel, die damals als
Lehrerin mit war, als 2 ihrer Schützlinge verschwanden, nur das Mädchen tauchte
wieder auf. Was war mit Janosch passiert? Charlotte kam nicht damit klar und
ging als Ordensschwester in ein Kloster. Nun bekam sie einen Brief von Hedda
Lundt, der Mutter von Annika, die sie bat zu ihr zu kommen, beide kannten sich
aus der Zeit vor 30 Jahren. Sinje
Bianchi, ist Journalistin mit einem Italiener verheiratet, sie will ein
Buch über diesen Cold Case schreiben, deshalb reist sie auf die Insel und geht
auf der Fähre über Bord. Ein Mitreisender rettet sie, springt in die See und
holt sie raus, es ist Mats Nilsson,
ein Meteorologe und Sturmjäger, der Stürme erforscht. Ein solcher wird auf der
Insel Neuwerk erwartet. Sinje ist sich sicher, dass sie von der Fähre gestoßen
wurde! Michelle Welm ist Vogelwartin
und soll die bisherige Vogelwartin ablösen, denn man lebt und forscht immer nur
eine begrenzte Zeit in der Einsamkeit der Natur, nur ist diese spurlos
verschwunden, in ihrem Zimmer steht das Gepäck, von ihr keine Spur?
Die Perspektivenwechsel
und Rückblenden in das Jahr 1995 bringen eine Dynamik in die Handlung, die die
Lesenden in atemlose Spannung versetzt und Panik in Echtzeit erleben lässt.
Bild: Goldmann |
Spielte der 1. Teil
in der Toskana, geht es nun nach Griechenland, doch die Inselwelt der Kykladen ist
ein trügerisches Idyll. Sowohl die Privatdetektivin Elena Gernik als auch die
beiden BKA-Ermittler werden in eine Welt voller Gegensätze verschlagen. Sie
treffen auf eine abgehobene Luxusgesellschaft, Rucksacktouristen, Kunst, Kultur
und Wahnsinn.
Elena Gernik nimmt den Auftrag an, einen nicht
verurteilten Mörder zu suchen, der sich wohl nach Griechenland absetzte.
Gleichzeitig sind auch ihr Ehemann Peter und dessen Partner Dino vom BKA Wien
in einer Vermisstensache in der griechischen Inselwelt unterwegs, sie sollen
eine Rucksacktouristin suchen, von der es kein Lebenszeichen mehr gibt. Ihre Wege
führen zusammen auf eine kleine,
fiktive griechische Insel. Zwar taucht zu Beginn der Spurensuchen noch so etwas
wie ein Feriengefühl auf, doch dieses verschwindet sehr bald. Was sich seit
Jahren im Untergrund der Insel abspielt, ist im Grunde genommen unvorstellbar.
Aus einer Vermisstenanzeige wird eine Spurensuche, die das Trio in die tiefsten
Abgründe des Wahnsinns und in die Welt der griechischen Mythologie führt.
Andreas Gruber lässt sich in dieser
Geschichte Zeit, bis er die Lesenden schließlich zum gruseligen Ausgang führt. Lange
Zeit führt er die beiden Handlungsstränge parallel zueinander und es ist nicht
absehbar, ob und wann sich alles zu einem Ganzen verbindet. Doch dann werden
die Nerven überstrapaziert. Da hilft auch die Schönheit der Kykladen Inseln
nicht mehr.
Gutsch, Jochen: Frankie unter Menschen
| Bild: Penguin |
Es gibt einige heftige Szenen, die
einem das Herz zerreißen. Im Vergleich zum ersten Teil wirkt die Fortsetzung
nachdenklicher und ernster. Themen wie Einsamkeit, Identität und
zwischenmenschliche Nähe spielen noch größere Rollen. Es geht außerdem darum,
wie es ist, sein Zuhause zu verlieren.
Ein bisschen erinnert die Story an
Bob und an den James Brown, einen Straßenmusiker der sich des Straßenkaters
annahm. Eine wahre Geschichte die auch verfilmt wurde (mit dem echten Bob in
der Hauptrolle) Auch Frankie trägt dazu bei, dass das junge Mädchen mehr Geld
in die Dose bekommt, seit Frankie mit dabei ist, wenn sie vor dem Supermarkt
mit ihrer Ukulele musiziert…
Stuckrad-Barre, Benjamin von: Udo Fröhliche:
Alles über Udo Lindenberg von Alkohol bis Zigarre
| Bild: Kiepenheuer & Witsch |
Udos Musik begleitete auch mich seit meiner
Jugend, ich sah dann auch sehr interessiert den Film von 2020, in dem er von
Jan Bülow in „Mach dein Ding“ gespielt wurde, der Schauspieler hatte
verblüffende Ähnlichkeit mit dem jungen Udo.
Das Konzept ist schnell erklärt:
kein linearer Lebenslauf, kein staubiges Kapiteldenken. Stattdessen ein
Alphabet des Udo-Universums. Alkohol, Hut, Hotel, Fernweh – jedes Stichwort ein
Einstieg in kleine Episoden, Beobachtungen, Erinnerungen. Das wirkt erstmal wie
literarisches Zappen, hat aber System.
Inhaltlich bekommt man dabei ziemlich viel
serviert: Aufstieg, Absturz, Wiederauferstehung – die klassische
Rock’n’Roll-Dramaturgie, einmal durchdekliniert. Aber eben nicht als
Pathos-Kitsch, sondern als Sammlung von Momenten. Kleine Szenen statt großer Gesten.
Und genau dadurch wird klar, warum Lindenberg mehr ist als nur ein Musiker. Der
Mann hat Sprache geprägt, Haltung geprägt – und nebenbei eine ganze Republik
ein bisschen lockerer gemacht.
Das Buch ist am Ende weniger Biografie als
ein Stimmungsbild. Ein ziemlich unterhaltsames noch dazu. Man lernt Udo nicht
neu kennen, aber man versteht besser, warum er so funktioniert, wie er
funktioniert.
Winkelmann, Andreas:
Entführung im Himmelreich (Teil 2)
| Bild: Knaur zur Leseprobe |
Mit „Mord im Himmelreich" wagte Andreas Winkelmann sich in den Mikrokosmos Campingplatz
und vollzieht einen gekonnten Genrewechsel hin zu „Cosy Crime". Er
verbindet sympathisch-authentischen Humor mit der von ihm gewohnten fesselnden
Spannung: Ein Toter auf dem See, stümperhafte Polizeiarbeit und ein
Campingplatz voller eigenwilliger Originale. Der unfreiwillig ermittelnde
ehemalige Nebenrollen-Schauspieler Björn Kupernikus und die exzentrische
Malerin Annabelle sind der Polizei stets einen klugen Gedanken voraus.
Nun folgt
der 2. Teil, der natürlich wieder auf dem Campingplatz in Caputh am
Schwielowsee irgendwo zwischen Potsdam und Brandenburg spielt.
Wo ist der
Bäcker? Kupernikus lebt seit 3 Wochen mit Otto, seinem Wohnmobil, auf dem
Campingplatz Himmelreich. Pinguin, der kleine Hund aus dem 1. Teil, der zum
damaligen Opfer gehörte, wohnt bei ihm und sie sind beide glücklich mit der
Situation. Wie jeden Morgen steht er Schlange um seine bestellten Brötchen
abzuholen. Aber Bäcker Mauske erscheint nicht. Bei der Gassirunde entdeckt
Kupernikus den verlassenen Bäckerwagen, unverschlossen. Portemonnaie und Handy
liegen offen in der Fahrerkabine. Am See stehen ein Paar Schuhe. Es sind wohl
die Schuhe des Bäckers, da sie voller Mehlstaub sind. Ist er ins Wasser
gegangen? Warum wollte er sich umbringen? Die Ereignisse überschlagen sich. Auf
einem Hausboot wurde eingebrochen und dann wird auch noch ein toter junger Mann
im Frosterraum der Bäckerei gefunden. Niemand kennt ihn. Kommissar Fass lehnt
jede Hilfe ab, aber Annabelle und Kupernikus stellen eigene Nachforschungen an.
Romy Herold: Die Schwartau Schwestern – Die Süße des Lebens
| Bild: Blanvalet |
Eva-Maria Bast und Jørn Precht erzählen als Romy Herold die opulente Familiensaga über die Gründung des Familienunternehmens Schwartau.
Als die Schwestern Emma
und Tilde Fromm 1899 in Rostock den Zug besteigen, um einen Neuanfang in
Schwartau zu wagen, ist die geliebte selbstgemachte Erdbeermarmelade natürlich
im Gepäck.
Die Brüder der beiden
Schwestern Dr. Paul Fromm und Otto Fromm gründeten in Schwartau eine Fabrik für
Bohnerwachs und die Schwestern gingen mit nach Schwartau. Nachdem die Fabrik
gut lief wurde dann die süße Abteilung der Fabrik begründet.
Die Fabrik überstand den
1. Weltkrieg sehr gut, denn Marmelade wurde als Fettersatz für die Versorgung
der Armee wichtig, damit waren sie zwar Kriegsgewinner aber das lag nicht in
ihrer Entscheidung. Dies wurde von der Regierung und den entsprechenden
Ministerien angeordnet. Die Inflation und die Welt die Weltwirtschaftskrise
konnten sie daher gut überstehen. Danach legten sie das Firmenkapital in
Goldmark an und die Firma wandelte sich von einer OHG zu einer GmbH und später
zu einer Aktiengesellschaft.
Schwartau war
zwischenzeitlich zu Bad Schwartau geworden, es gab natürliche Solequellen und
es entstand ein reger Kurbetrieb.
Es wurden vielfältige
Geschäftsbeziehungen in Ausland geknüpft und das Werk konnte weiterwachsen.
Auch die Liebe kommt
nicht zu kurz, obwohl über die Gründerfamilie und speziell über Emma und Tilde
wenig überliefert ist, haben die Autoren ihre Fantasie spielen lassen.
Ein lesenswertes Buch
über eine Firma die jeder kennt, sehr empfehlenswert.
Petermann, Axel: Die Psyche des Bösen – Im
Kopf der Mörder – Ein Profiler ermittelt
| Bild: Heyne |
Was steckt hinter dem
Tod einer Buchhalterin, die in einer Käserei erstochen wurde? Spurlos
verschwand kurz vor der Wende 1989 ein 13-jähriges Mädchen auf dem Weg zur
Schule. Doch was geschah wirklich? Und warum versucht ein 11-jähriger Junge ein
Mädchen aus seiner Nachbarschaft zu erwürgen, ehe er später tatsächlich zum
dreifachen Mörder wird?
Spannender als ein Krimi
– und beängstigend wahr.
Schefé, Victor: Zwei, drei blaue Augen
| Bild: dtv |
Tassilo ist ein
neugieriger, cleverer und mitfühlender Junge. Zusammen mit seiner Mutter Loni
wohnt er in einem Plattenbau in Rostock. Er sammelt Elefanten-Figuren, schreibt
und liest gern. Schon in jungen Jahren unterhält er Brieffreundschaften, unter
anderem mit der DDR-Leichtathletik-Legende Marita Koch. „Es gibt eine Masse an
Briefen eines Neunjährigen, und der Zehnjährige hat angefangen Gedichte zu
schreiben", erzählt Victor Schefé. „Ich bin diesem Tassilo wahnsinnig
dankbar, dass er alles aufgehoben und außer Landes geschleust hat, damit ich
das jetzt benutzen kann."
Schefé hat das
historische Material, seine „Papierschätze", wie er sagt, zu einem
Collage-artigen Roman verwoben. Im Wesentlichen geht es um das Vertrauen in den
angeborenen Freiheitsdrang. „Ich wurde teilweise mit Hundeleine am Warnemünder
Strand spazieren geführt, weil ich einen großen Drang hatte, in die große,
weite Welt hinauszuschwimmen."
Irgendwann wird Tassilo
klar, dass er verfolgt wird. Als er zum ersten mehrstündigen Verhör abgeholt
wird, fließen Informationen, die nur seine Mutter kennt. Zu lesen, wie Mutter
und Sohn eine vertraute Einheit bilden, sie ihn dann aber aus Sorge um seine
Gesinnung an die Stasi verrät, schmerzt. Trost spendet die unbändige Freude,
die Tassilo empfindet, als sein Antrag durchgeht: Er darf nach West-Berlin
ausreisen.
Das nächste Lesecafé findet am 02.09.2026 in der Stadtteilbibliothek in Groß Klein statt.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
AS
02 Juni 2026
Pride Month: Geschichten, Wissen und Vielfalt entdecken
Der Pride Month steht weltweit für Sichtbarkeit, Vielfalt und die Rechte der LGBTQIA+ Community. Er erinnert an jahrzehntelange Kämpfe gegen Diskriminierung und feiert zugleich die vielen unterschiedlichen Lebensrealitäten queerer Menschen. Auch Bibliotheken sind Orte der Offenheit, Begegnung und Bildung – und damit perfekte Räume, um queere Geschichten sichtbar zu machen.
Zum Pride Month möchte ich deshalb einige besondere Titel vorstellen: spannende Sachbücher über queere
Geschichte und Identität, ungewöhnliche Perspektiven auf Vielfalt in der Natur,
inspirierende Reiseideen sowie berührende Geschichten für Kinder, Jugendliche
und Erwachsene.
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| Bild: Bebra Verlag Möchte ich ausleihen |
Auf einer Entdeckungsreise durch Geschichte, Mythologien und Weltliteratur stößt Dino Heicker immer wieder auf queere Lebensweisen und Haltungen, die nicht den Normen ihrer Zeit entsprachen.
Er berichtet von Homosexualität in der griechischen Antike und am chinesischen Kaiserhof, vom Kampf der christlichen Konquistadoren gegen queere Indigene in Mittel- und Südamerika, von den ersten geschlechtsangleichenden Operationen in Europa und von den sexuellen Revolutionen des 20. Jahrhunderts.
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| Bild: Haupt Verlag Möchte ich ausleihen |
QUEER feiert die erstaunliche Vielfalt des Sexualverhaltens und der Geschlechtsbestimmung in der Natur. Von Pinguinen bis zu Primaten sind gleichgeschlechtliche Sexual- und Balzverhalten in der Natur weiter verbreitet, als vielen Menschen bewusst ist. Auch wie die Geschlechtsbestimmung in der Natur organisiert ist, ist viel komplexer, als gemeinhin angenommen.
Josh L.
Davis untersucht, wie bei vielen verschiedenen Organismen – sowohl bei Tieren
als auch bei Pflanzen – die sexuelle Fortpflanzung und die Ausbildung des
Geschlechts auf einer überraschend komplexen Interaktion zwischen Genen,
Hormonen, Umwelt und Zufall beruhen. Er enthüllt auch tierische und pflanzliche
Verhaltensweisen in der Natur, die bisher
entweder vertuscht oder wegdiskutiert
wurden, und präsentiert tierische Verhaltensweisen, die uns herausfordern,
unsere Annahmen und Vorurteile zu überdenken.
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| Bild: lonelyplanet Verlag Möchte ich ausleihen |
Travel with Pride! Im ersten Reisebildband für die LGBTQ+ Community stellt Lonely Planet über 50 queerfreundliche Destinationen vor. Von queeren Hochburgen wie Bangkok oder Amsterdam bis hin zu überraschenden Funden wie Austin, Texas oder der Stadt Valletta auf Malta ist alles vertreten. Lass dich von Menschen aus der Community durch ihre Städte führen und erfahre ihre persönlichen Tipps für die besten Locations in Sachen Essen, Feiern und Sightseeing.
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| Bild: Querverlag Möchte ich ausleihen |
Aus dieser Situation ergibt sich ein vielfacher Bedarf an Unterstützung und seelsorgerischer bzw. rechtlicher Beratung, der die Anlaufstelle Islam & Diversity (AID) seit März 2020 in ihrer Arbeit nachkommt. Der Sammelband Liebe ist halal soll eine Grundlage für die queer-muslimische Community schaffen. Dabei verbindet die liberale Ausrichtung der Ibn Rushd-Goethe Moschee auf einzigartige Weise die muslimische Perspektive mit der dringenden Notwendigkeit, Strukturen zu kritisieren, die Queerfeindlichkeit in islamischen Gemeinschaften fördern – und legt zugleich eine wissenschaftlich fundierte Basis für eine queer-muslimische Bewegung.
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| Bild: Gutkind-Verlag Möchte ich ausleihen |
1961, in der niederländischen Provinz: Seit dem Tod ihrer
Mutter lebt Isabel allein in dem großen, von der Zeit gezeichneten
Familienhaus. Die Tage ziehen ruhig und geordnet dahin. Doch als ihr
Bruder Louis seine ungehobelte Freundin Eva bei ihr einquartiert, geraten
Isabels stille Routinen ins Wanken, und das Haus, das einst Schutz und
Sicherheit bot, wird zum Schauplatz unheimlicher Veränderungen. Plötzlich
verschwinden Dinge und Isabel wird immer misstrauischer gegenüber Eva, die
nicht das zu sein scheint, was sie vorgibt.
In der flirrenden Sommerhitze entwickelt sich eine
unerwartete Anziehung zwischen den beiden Frauen, die Isabels festgefügtes
Weltbild erschüttert. Die Vergangenheit, die Isabel zu verdrängen versucht hat,
holt sie endgültig ein und zwingt sie, sich ihren Vorurteilen und der dunklen
Geschichte des Hauses zu stellen.
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| Bild: Karibu Verlag Möchte ich ausleihen |
Nachdem die 16-jährige Yamilet Flores von ihrem Crush alias
ihrer ehemals besten Freundin geoutet wurde, hat sie auf ihrer neuen
katholischen Schule einen teuflischen Plan: Als Latina bei ihren reichen weißen
Mitschülern dazugehören, ihren Bruder aus Schwierigkeiten heraushalten, ihre
Mutter stolz machen und sich auf keinen Fall verlieben. Vor allem nicht in Bo,
das einzige offen queere Mädchen auf der Slayton. Zu blöd, dass Bo so klug ist.
Und lustig. Und sexy. Äh, wo waren wir? Ach ja, … Yami darf unter keinen
Umständen auffliegen, besonders nicht bei ihrer religiösen Mom. Hier müssen
wohl härtere Geschütze aufgefahren werden als nur ein killer Lidstrich.
Humorvoll, scharfzüngig und
emotional erzählt dieser Roman vom Mut, zu sich selbst zu stehen.
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| Bild: Kindermann-Verlag Möchte ich ausleihen |
das bunte Pride-Fest direkt ins eigene Dorf.
gebastelt und gelacht – bis zum großen Tag der Parade.
Ein Bilderbuch mit einer klaren Botschaft:
Der Pride Month lädt dazu ein, neue Perspektiven kennenzulernen, zuzuhören und Vielfalt sichtbar zu machen. Bücher können dabei Brücken bauen, Wissen vermitteln und Mut machen. Ob Sachbuch, Roman oder Bilderbuch – queere Geschichten gehören selbstverständlich in unsere Regale und in unsere Gesellschaft.
Ich wünsche viel Freude beim
Entdecken, Lesen und Weiterdenken!
Weitere queere Medien findet ihr hier 😊
SM


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